Dissertation: Is it rhythm? Zusammenhänge zwischen Arbeitsgedächtnisleistung, Prosodienutzung und musikalischen Fähigkeiten beim Worterwerb

Is it rhythm?
Zusammenhänge zwischen Arbeitsgedächtnisleistung, Prosodienutzung und musikalischen Fähigkeiten beim Worterwerb

Schriften zur Entwicklungspsychologie, Band 36

Hamburg 2014, 396 Seiten
ISBN 978-3-8300-7586-8

Arbeitsgedächtnis, Entwicklungspsychologie, Kindergartenkinder, Kunstwörter, Musikalische Fähigkeiten, Musikpädagogik, Musikpsychologie, Prosodienutzung, Psychologie, Rhythmus, Sprachentwicklung, Worterwerb

Zum Inhalt

Ausgangspunkt dieser Arbeit sind Erkenntnisse der Spracherwerbsforschung, dass insbesondere zu Beginn des Mutter- und Fremdsprach?erwerbs Gedächtnisprozesse eine wichtige Rolle beim Worterwerb spielen, bevor zu einem fortgeschritteneren Zeitpunkt erworbenes phonologisches und phonotaktisches Wissen in der jeweiligen Sprache eine zunehmend wichtigere Stützfunktion einnimmt. Gegenwärtig rückt in diesem Zusammenhang die Bedeutung prosodischer Merkmale in den Fokus, deren Nutzung eine wichtige Rolle bei Speicherprozessen im frühen Worterwerb zu spielen scheint. Befunde u. a. im Kontext von Störungen in der Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten deuten zudem darauf hin, dass die erfolgreiche Nutzung von Prosodie möglicherweise in Zusammenhang mit basalen nicht sprachlichen, musikalischen Fähigkeiten steht.

Angesiedelt an der Schnittstelle dieser drei Gebiete, versucht die Arbeit eine Verbindung zwischen Arbeitsgedächtnisleistung, Prosodienutzung und (rhythmisch) musikalischen Fähigkeiten herzustellen, die in der Form so bisher noch nicht untersucht wurden. Den Kern der experimentellen Studien bildet eine gezielt variierte Pseudowort?reproduktionsaufgabe, über die sowohl der Einfluss des Wortschatzvorwissens als auch der prosodischen Sprachmerkmale systematisch untersucht wurde.

Basierend auf Teilstichproben von Kindergartenkindern der Längsschnittstudie BiKS-3-10 werden zum einen verschiedene Maße zur Erfassung der phonologischen Gedächtniskapazität wie Ziffernspanne und Pseudowort?reproduktion, die in verschiedener Weise prosodische Merkmale einbeziehen, in ihrer prädiktiven Kraft in Bezug auf Wortschatzwissen und Zuwachs desselben verglichen. Der Schwerpunkt der Analysen liegt dabei auf der Bedeutung prosodischer Sprachmerkmale. In einer davon unabhängigen zweiten Studie mit Kindergartenkindern wird der Frage nachgegangen, ob unterschiedlich ausgeprägte Leistungsfähigkeit in (rhythmisch) musikalischen Aufgaben mit der Fähigkeit zusammenhängt, Prosodie im Sprachangebot gewinnbringend zu nutzen.



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