Forschungsarbeit: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt“ (Jo 4, 22) – Eine neue Sicht auf die Trinität

„Ihr betet an, was ihr nicht kennt“ (Jo 4, 22) –
Eine neue Sicht auf die Trinität

THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse, Band 111

Hamburg , 266 Seiten

ISBN 978-3-8300-7331-4 (Print)
ISBN 978-3-339-07331-0 (eBook)

Zum Inhalt

Ca. 2000 Jahre lang hat die Beantwortung der Frage nach der Trinität Gottes zu immer anderen Ergebnissen geführt. Diese Deutungsversuche stehen in Abhängigkeit zu ihren jeweils geistesgeschichtlichen Hintergründen und spiegeln diese oft verlässlicher wieder als den durch sie zu beschreibenden Gegenstand. Die christliche Religion hinterlässt so – gerade in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen und ausgerechnet in einer so zentralen Frage wie der der dreieinen Entität des christlichen Gottes – den Eindruck der Widersprüchlichkeit, Unzugänglichkeit oder der Beliebigkeit.

Die hier vertretene Sichtweise fasst die Trinität Gottes weder als unverständliches Dogma der Wirkungsweise dreier Personen noch – wie zurzeit vertreten – als die Erscheinung eines wie immer auch gearteten innergöttlichen Beziehungsgeflechtes oder Dialoges auf. Sie versteht vielmehr die Drei-Einigkeit Gottes als dessen „Modus“, durch den das Absolute und Numinose mit seinem Geschöpf, dem Menschen, zeitlos in Verbindung tritt. Damit stellt diese Sicht ebenfalls einen unmittelbaren Bezug zu Christologie und Soteriologie bereit.

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