Dissertation: Grenzüberschreitende Konzernbesteuerung auf Grundlage der Zurechnungsmethode

Grenzüberschreitende Konzernbesteuerung auf Grundlage der Zurechnungsmethode

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 84

Hamburg 2013, 320 Seiten
ISBN 978-3-8300-7320-8 (Print), ISBN 978-3-339-07320-4 (eBook)

Internationale betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Internationale Konzerne, Kapitalexportneutralität, Konzernbesteuerung, Konzernneutralität, Reform der Organschaft, Steuerlehre, Zurechnungsmethode

Zum Inhalt

Ein Konzern ist dadurch gekennzeichnet, dass rechtlich selbständige Unternehmen als wirtschaftliche Einheit agieren. Bei national ausgerichteten Konzernen wird die wirtschaftliche Einheit eines Konzerns ertragsteuerlich mithilfe der Organschaft nachvollzogen, was sich für Unternehmen regelmäßig als vorteilhaft erweist. Aufgrund der zur Inanspruchnahme der Rechtsfolgen der Organschaft zu erfüllenden Tatbestandsmerkmale ist es allerdings weitgehend ausgeschlossen, im Ausland ansässige Konzernglieder einzubeziehen.

Die Tatsache, dass grenzüberschreitend agierende Konzerne im Vergleich zu rein national tätigen Konzernen nicht von den steuerlichen Konsequenzen der Organschaft profitieren können, ist aus europäischer, standortpolitischer und ökonomischer Perspektive als problematisch zu beurteilen. Zwar wurde der Reformbedarf sowohl auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene erkannt, ein umfassender und umsetzbarer Reformvorschlag wurde jedoch noch nicht vorgebracht.

Im vorliegenden Beitrag wird ein Reformansatz vorgeschlagen, der die ertragsteuerliche Organschaft durch eine konsistente Erweiterung um eine grenzüberschreitende Komponente in ein Konzernbesteuerungsregime überführt, das sowohl national wie auch grenzüberschreitend angewendet werden kann. Dabei wird gewährleistet, dass die Besteuerung trotz der rechtlichen Selbständigkeit der Konzerngesellschaften die wirtschaftliche Einheit des Konzerns nachvollzieht (Konzernneutralität) und die Steuerbelastung des Konzerns unabhängig vom Standort einer Konzerntochter im In- oder Ausland bleibt (Kapitalexportneutralität). Darüber hinaus ist das Konzept darauf ausgerichtet, dass die unionsrechtlichen Vorgaben sowie die äquivalenztheoretisch gerechtfertigten Besteuerungsansprüche der beteiligten Staaten gewahrt bleiben.



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