Dissertation: Strategische Handlungsoptionen von Unternehmen angesichts des demografischen Wandels

Strategische Handlungsoptionen von Unternehmen angesichts des demografischen Wandels

Eine empirische Untersuchung in der forschungs- und entwicklungsintensiven deutschen Industrie

Strategisches Management, Band 155

Hamburg 2013, 480 Seiten
ISBN 978-3-8300-7298-0 (Print & eBook)

Alterung, Bevölkerung, Demografischer Wandel, Deutschland, Innovation, Internationalisierung, Knowledge-based view, Kreativität, Migration, Wettbewerbsfähigkeit, Wissen

Zum Inhalt

Die Bevölkerung Deutschlands und der meisten anderen entwickelten Länder wird in den kommenden Jahrzehnten zunehmend altern und schrumpfen. Die wirtschaftlichen Aussichten von Unternehmen werden sich im Zuge dieser Entwicklung deutlich eintrüben. Neben höheren Lohnnebenkosten, steigenden Steuer- und Abgabenlasten und gewandelten Kundenbedürfnissen dürfte besonders der sich verschärfende Nachwuchsmangel bei qualifizierten Fachkräften und die Überalterung ihrer Mitarbeiter die Unternehmen in Deutschland – und hier vor allem kleine und mittelständische Unternehmen ohne überregionale Bekanntheit und Unternehmenspräsenz – vor große Herausforderungen stellen. Trotz vereinzelter Personalinitiativen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit im fortgeschrittenen Alter ist bei den meisten Unternehmen jedoch noch kein grundsätzliches Umdenken auszumachen. Das Verständnis und der Maßnahmenstand in den Unternehmen in Hinblick auf den demografischen Wandel werden in vorangegangenen Untersuchungen als eher „ernüchternd“ eingestuft.

Die vorliegende Forschungsarbeit geht den Fragen nach, welche Bedrohung Unternehmen in Hinblick auf ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit durch den demografischen Wandel erwarten, welche Maßnahmen sie bevorzugt unter Absicherungsgesichtspunkten verfolgen und inwiefern sie sich dabei unterscheiden. Wenden sich die Unternehmen, wie von vielen Sozialpolitikern gefordert, zwangsläufig stärker bisher vernachlässigten Arbeitsmarktgruppen im Inland wie Älteren, Frauen und Migranten zu oder beschleunigt der demografische Wandel den heute schon starken Internationalisierungstrend hin zu aufstrebenden Schwellenländern mit jungen Bevölkerungen und wachsenden Absatzchancen?

Kern dieser Untersuchung ist eine großzahlige schriftliche Befragung unter innovativen Unternehmen der forschungs- und entwicklungsintensiven deutschen Industrie, die neben der Erkenntnis, dass die Mehrheit der Unternehmen dem demografischen Wandel heute erst ein geringes Bedrohungspotenzial beimisst, zu Tage fördert, dass international stark verflochtene Unternehmen eine größere Beeinträchtigung ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit durch die demografischen Verwerfungen auf den Faktor- und Absatzmärkten erwarten als Unternehmen, die nur eingeschränkte oder oberflächliche internationale Lieferanten- oder Kundenbeziehungen pflegen.



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