Dissertation: Integration des Nutzers in die Entwicklung neuerer Technologien

Integration des Nutzers in die Entwicklung neuerer Technologien

Nutzerdifferenzierte Akzeptanzforschung am Beispiel Mobilfunk

Schriftenreihe technische Forschungsergebnisse, Band 15

Hamburg 2013, 324 Seiten
ISBN 978-3-8300-7154-9 (Print & eBook)

Conjoint Analyse, Hardware Design, Informations- und Kommunikationstechnologien, Ingenieurwissenschaft, Interdisziplinarität, Kommunikationswissenschaft, Kontrollüberzeugung, Mobilfunk, Nutzertypen, Nutzerzentrierte Entwicklung, Psychologie, Risikowahrnehmung, Smartphone, System-Entwicklungs-Zyklus, Technikakzeptanz, Trade-Off Entscheidungen

Zum Inhalt

Die Einbindung des Menschen in den Entwicklungsprozess neuerer Technologien stellt eine große Herausforderung an zukünftige technische Innovationen dar. Insbesondere die zunehmende Komplexität und Allgegenwärtigkeit moderner Informations- und Kommunikations-Technologien erfordern eine sensible Anpassung der Technik an die Nutzerbedürfnisse.

Bestehende Ansätze zur Beschreibung und Erklärung von Technikakzeptanz weisen jedoch methodische und inhaltliche Unzulänglichkeiten auf, die Nutzer in den technischen EntwicklungsNprozess einzubinden. Die erfolgreiche Integration der Nutzeranforderungen kann nur durch eine interdisziplinäre Verknüpfung von Akzeptanzforschung und Anwendungsentwicklung technischer Systeme geschehen.

Die Verfasserin setzt sich mit der Integration des Nutzers in den Entwicklungszyklus technischer Systeme am Beispiel Mobilfunk auseinander. Sie gliedert sich in vier Teile. Zu Beginn wird ein ausführlicher Überblick über die aktuelle Technikakzeptanz- und Diffusionsforschung gegeben. Eine anschließende kritische Auseinandersetzung verdeutlicht, weshalb die Entwicklung moderner Technologien einer anderen Vorgehensweise bedarf, wenn es darum geht, den Faktor Mensch im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wird im zweiten Teil ein Ansatz entwickelt, der sich von der (qualitativen) Identifikation der Nutzungsbarrieren und –motive über die quantitative Überprüfung genau dieser bis hin zur Validierung in einem kausal-analytischen Akzeptanzmodell erstreckt. Der dritte Teil demonstriert die Übertragung der Ergebnisse in die Anwendungspraxis. Hier werden ausgewählte Fragestellungen mit den Ergebnissen der empirischen Studien beantwortet und Handlungsempfehlungen für die praktische Entwicklung abgeleitet. Die Vielfalt der Ansatzpunkte wissenschaftlicher Akzeptanzforschung für die Praxis wird nicht nur durch die Beantwortung verschiedenster Fragestellungen verdeutlicht, sondern auch durch die Verwendung von Conjoint-Analysen in der Entwicklungspraxis von Mobilfunk-Prozessoren. Im vierten und letzten Teil wird das mehrstufig validierte Vorgehen unter anderem auf seine Übertragbarkeit in andere Technikkontexte evaluiert.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich mit der Gestaltung der Mensch-Technik Interaktion befassen. Das entwickelte Vorgehen stellt neben der praxistauglichen Einbindung des Faktors Mensch in die Technikentwicklung auch ein Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen (sozialwissenschaftlichen) Akzeptanzforschern und entwickelnden Ingenieuren.



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