Doktorarbeit: Verbesserung der beruflichen Wiedereingliederung durch ein Training zur Stressbewältigung und sozialen Kompetenz für Jugendliche und junge Erwachsene in der neurologischen Rehabilitation

Verbesserung der beruflichen Wiedereingliederung durch ein Training zur Stressbewältigung und sozialen Kompetenz für Jugendliche und junge Erwachsene in der neurologischen Rehabilitation

Bedarfsanalyse, Entwicklung und Evaluation

Studien zur Stressforschung, Band 33

Hamburg 2012, 342 Seiten
ISBN 978-3-8300-6729-0 (Print & eBook)

Berufliche Wiedereingliederung, Hirnschädigung, Jugendliche, Junge Erwachsene, Lebenszufriedenheit, Neurologische Rehabilitation, Psychologie, Schädel-Hirn-Trauma, Selbstwert, Soziale Kompetenz, Stress, Stressverarbeitung, Training

Zum Inhalt

Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich in einer wichtigen Phase ihres Lebens, in der die meisten Menschen entscheidende Weichen für ihr zukünftiges Leben stellen. Fallen in diesen Lebensabschnitt einschnei?dende Ereignisse, wie das Erleiden einer Hirnschädigung, so hat dies nicht nur störungsbedingte Folgen, sondern zieht auch eine Reihe psychosozialer Probleme nach sich.

Das Buch beschreibt ein empirisches Forschungsprojekt, dessen Hauptanliegen darin besteht, die psychosozialen Faktoren zu untersuchen, die im Zusammenhang mit erworbenen Hirnschädigungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Rolle spielen. Das Ziel war die Verbesserung der beruflichen Wiedereingliederung der Betroffenen, indem das bisherige Rehabilitationsangebot durch die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte erweitert wurde.

Hierzu wurde ein 4-wöchiges Training der Stressbewältigung und der sozialen Kompetenz neu konzipiert und an einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung für Kinder und Jugendliche evaluiert. Das Training beinhaltete 8 Module, die in jeweils vier Gruppen- und vier Einzelsitzungen durchgeführt wurden. Der Trainingsevaluation lag ein quasiexperimentelles, zweifaktorielles Design mit Messwiederholung zugrunde. Für die Evaluation des Trainings gingen insgesamt Daten von 28 Rehabilitanden im Alter zwischen 16 und 26 Jahren ein, wobei die Hälfte der Studienteilnehmer das zusätzliche Training erhielt. Zur Datenerhebung wurde ein zweiteiliger Fragebogen eingesetzt, der Messinstrumente zur Erfassung der Lebenszufriedenheit, dem Selbstwert, der Selbstwirksamkeit, der habituellen Stressverarbeitung sowie psychischer Auffälligkeiten und Störungen enthielt. Da auch die mittelfristigen Effekte des Trainings überprüft werden sollten, wurde 6 Monate im Anschluss an das Training eine Katamnese durchgeführt.

Die Ergebnisse stimmen optimistisch, da sich, vor allem in den Bereichen Lebenszufriedenheit und Stressverarbeitung, signifikante Unterschiede zwischen den Teilnehmern des zusätzlichen Trainings und denen ohne zusätzliche Intervention finden ließen. Demnach wiesen die Teilnehmer des Trainings über die Zeit betrachtet günstigere Ausprägungen in den genannten Bereichen auf. Die durchgehend positiven Rückmeldungen zum Training von Seiten der Teilnehmer deuten außerdem auf eine hohe Akzeptanz des Angebots hin. Durch die Entwicklung und Erprobung des Trainings wurde ein Grundstein für weitere Behandlungsmöglichkeiten Jugendlicher und junger Erwachsener mit Hirnschädigungen gelegt, die über die gängigen Rehabilitationsmaßnahmen hinausgehen.



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