Festschrift: Rechtsprechung zur Bewältigung von Kriegsfolgen

Rechtsprechung zur Bewältigung von Kriegsfolgen

Festgabe zum 85. Geburtstag von Herbert Langer

Schriftenreihe der David-Mevius-Gesellschaft, Band 7

Hamburg 2012, 304 Seiten
ISBN 978-3-8300-6615-6

Altes Reich, Axel Oxenstierna, David Mevius, Dreißigjähriger Krieg, Hugo Grotius, Landesgeschichte, Mecklenburg, Nordeuropa, Pest, Pommern, Rechtsgeschichte, Rechtsprechung, Reichshofsrat, Wismarer Tribunal

Zum Inhalt

Im Dezember 2009 traf sich die David-Mevius-Gesellschaft zu einer Internationalen Tagung in Greifswald, Stralsund und Wismar, um an den wichtigsten Wirkungsstätten ihres Namenspatrons dessen 400. Geburtstag zu begehen. Der Band versammelt die Referate dieser Tagung, die um das große Thema kreiste, das David Mevius zeitlebens beschäftigt hat: die Rechtsprechung zur Bewältigung von Kriegsfolgen. Als Kind des Dreißigjährigen Krieges mußte er sein Studium unterbrechen und erlebte später die Auswirkungen auf die pommersche Landesuniversität hautnah mit, als diese wegen fehlender Studenten die Löhne der Professoren nicht bezahlen konnte. Als Syndikus Stralsunds mußte er Verhandlungen mit den Kriegsparteien führen bzw. versuchen, den Wiederaufbau der Stadt und Pommerns zu organisieren. Als Gründungsdirektor des Wismarer Tribunals sah er sich dann täglich mit den Kriegsfolgen konfrontiert: Besitzveränderungen wegen Schulden, entlaufene Leibeigene, über deren Verbleib ebenso zu entscheiden war wie über die Bezahlung ausstehender Forderungen.

Mevius wird in diesem Band in den Kontext seiner Zeit gestellt, seine Leistung als Wissenschaftler und Rechtspraktiker an Kollegen wie Hugo Grotius oder Konrad Friedlieb von Friedensberg gemessen. Gleichzeitig wird die Tätigkeit des Wismarer Tribunals mit der des Reichshofrats verglichen. So entsteht ein differenziertes Bild vom Alten Reich und Nordeuropa nach dem Dreißigjährigen Krieg, vom langsamen, von Rückschlägen begleiteten Wiederaufbau nach einem verheerenden Krieg. Der Band ist dem bekannten Greifswalder Frühneuzeithistoriker Prof. Dr. Herbert Langer zum 85. Geburtstag gewidmet. Mit seinem „Hortus Bellicus“ hat er eine in mehrere Sprachen übersetzte und in vielen Ländern Europas verkaufte Kulturgeschichte des Dreißigjährigen Krieges vorgelegt, die seit Jahrzehnten die Forschung bestimmt. Immer wieder hat er neue Quellen zum Sprechen gebracht, die unser Wissen über den Großen Krieg der Frühen Neuzeit entscheidend erweitert haben.

Link des Autors

David-Mevius-Gesellschaft e.V.

    

Kontakt



Sie wollen Ihre Festschrift drucken?

nach oben