Doktorarbeit: Das Sexualstrafrecht Perus im Vergleich zum deutschen Strafrecht

Das Sexualstrafrecht Perus im Vergleich zum deutschen Strafrecht

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 247

Hamburg 2012, 248 Seiten
ISBN 978-3-8300-6598-2 (Print & eBook)

Ööffentliche Verletzung des Schamgefühls, Peru, Prostitutionsdelikte, Sexualstrafrecht, Sexuelle Freiheit, Sexuelle Selbstbestimmung, Sexuelle Unversehrtheit, Strafrecht

Zum Inhalt

Das Buch behandelt die wichtigsten dogmatischen Unterschiede zwischen dem peruanischen und deutschen Sexualstrafrecht. In der historischen Entwicklung des peruanischen Sexualstrafrechts ist bemerkenswert, wie sich das Sexualstrafrecht bei den Inka bis 1532 ohne den Einfluss der Europäer entwickelte. Nach der Invasion der Spanier in Peru im Jahre 1532 erfolgte eine zunehmende Europäisierung. In diesem Zusammenhang spielte die hochentwickelte deutsche Strafrechtdogmatik eine wichtige Rolle. Begriffe wie sexuelle Freiheit, sexuelle Handlungen, sexueller Missbrauch, Prostitution, Pornographie etc. weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Jedoch unterscheiden sich die Auslegung der Vorschriften und deren Anwendung aufgrund unterschiedlicher Kulturen und wirtschaftlicher Lage. An dieser Stelle ist z.B. hervorzuheben, dass das peruanische Sexualstrafrecht auf dem Grundbegriff des Geschlechtsverkehrs und nicht der einfachen sexuellen Handlung aufgebaut ist. Interessante dogmatische Konsequenzen werden z. B. in der Konkurrenzlehre sowie in dem sog. Verbotsirrtum aufgrund kultureller Bedingungen herausgenommen. Jedes Thema wurde anhand richterlicher Entscheidungen und in Bezug auf den kulturellen Kontext beider Länder erläutert, so dass das Werk einen verstehbaren wissenschaftlichen Dialog zwischen dem peruanischen und deutschen Sexualstrafrecht ermöglicht.



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