Forschungsarbeit: Tagesvorhaben – Änderungsmotivierung – Zielentwicklung

Tagesvorhaben – Änderungsmotivierung – Zielentwicklung

Aufbau von Selbstmanagement bei Kindern in stationärer Verhaltenstherapie

Studien zur Psychiatrieforschung, Band 18

Hamburg 2012, 328 Seiten
ISBN 978-3-8300-6306-3 (Print & eBook)

Anstrengungslücke, Kinderpsychiatrie, Konsistenz, Psychologie, Selbstmanagement, Tagesvorhaben, Tagesziele, Therapiemotivation, Therapieziele, Verhaltenstherapie, Zielentwicklung

Zum Inhalt

Stationäre Verhaltenstherapie von Kindern wird zwischen Erwachsenen vereinbart, in dringenden Fällen auch ohne das Einverständnis des Kindes. Umso wichtiger ist es, dem Kind Methoden der Therapiemotivierung anzubieten, die auf eine wachsende Selbstüberwachung und -steuerung seines Verhaltens zielen.

Mit den Elementen Tagesvorhaben, Änderungsmotivierung und Zielentwicklung stellt das Buch Bausteine zur Förderung des Selbstmanagements von Kindern vor. Bei der Entwicklung und Realisierung von Tagesvorhaben – dem Gruppenverfahren unter den Methoden – lernt das Kind, Verhaltensziele für den Therapiealltag zu entwickeln, sein Verhalten zu überwachen und abends zu bilanzieren. Der Aufbau einer Änderungsmotivation erfolgt begleitend zum Therapiedialog über die Bewertung möglicher Änderungsziele und die Einschätzung ihrer Diskrepanz zum Ist-Zustand. Der nachfolgenden Zielentwicklung wird etwas mehr Raum als üblich eingeräumt: hier soll nach Problemanalyse, Zielauswahl und -formulierung eine Bewertung nach Wichtigkeit und Erreichbarkeit den Aufbau einer intrinsischen Motivation zur Veränderung fördern.

Die Vorstellung der Methoden wird durch kasuistische Beispiele ergänzt. Darüber hinaus werden empirische Ergebnisse zu Therapieverläufen anhand von Tagesvorhaben vorgestellt; Bewertungen von Zielvorschlägen aus der Änderungsmotivierung sowie der individuellen Therapieziele werden im Hinblick auf ihre Stimmigkeit (Konsistenz von Paarvergleichen; Kohärenz von Rangreihen) analysiert. Hier finden sich Korrelationen mit individuellen Parametern wie Alter und Störungsklassifikation. Besonderes Augenmerk wird auf mögliche Zusammenhänge mit der Therapiemotivation des Kindes gelegt: Die „Anstrengungslücke“, definiert als Diskrepanz zwischen Wichtigkeit und Erreichbarkeit von Therapiezielen, korreliert mit der Quote der im Therapieverlauf erreichten Tagesvorhaben.

Das Buch richtet sich an kindertherapeutisch Interessierte, an Praktiker stationärer und teilstationärer Behandlungen in kinderpsychiatrischen Kliniken und Tageskliniken sowie heilpädagogischen Einrichtungen mit therapeutischer Ausrichtung, aber auch an Fachkräfte, die an der Entwicklung von Methoden der Therapiemotivierung interessiert sind.



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