Sammelband: Grenzüberschreitungen in der Lusophonie

Grenzüberschreitungen in der Lusophonie

Intermediales – Intertextuelles – Interkulturelles

Angola, Brasilien, Gattungen, Interkulturalität, Intermedialität, Intertextualität, Kulturwissenschaft, Lusitanistik, Lusophonie, Medien, Mosambik, Portugal, Romanistik, Sprachwissenschaft

Zum Inhalt

Die in diesem Band versammelten 15 Beiträge reflektieren eine gesamt-lusitanistische Ausrichtung: „Grenzüberschreitungen“ als Intertextualität und als Intermedialität zwischen Literatur, Musik, Film und Internet“, sowie zwischen den literarischen Gattungen Roman, Theater und Lyrik, in der Diskussion um „hohe“ und „niedere“ Kunst, um populäre und „hohe“ Literatur. „Grenzüberschreitungen“ aber auch in der interkulturellen Praxis zwischen den verschiedenen Kulturen und Sprachen, wie in der Über­setzung vom Deutschen ins Portugiesische. Die Zivilisationen Afrikas und das afrikanische Erbe in Brasilien stellen dabei einen die traditionellen Grenzen der Lusitanistik überschreitenden und bereichernden Aspekt dar, der das „Zentrum Portugiesischsprachige Welt“ an der Universität zu Köln in besonderer Weise charakterisiert.

Die Themen des Bandes:

  • Das afrikanische Brasilien auf der Bühne: die Transkulturation des Orpheus-Mythos in Theater und Film
  • Der Prozess der kulturellen Nobilitierung und wissenschaftlichen Wertschätzung der populären „Literatura de cordel“
  • Zeitungskarikatur des portugiesischen Immigranten als dem ärgsten Feind der noch jungen und politisch instabilen brasilianischen Republik in O Jacobino
  • Interkulturelle Rezeption am Beispiel der Inszenierung des brasilianischen Theaterstücks Anjo Negro (1946) von Nelson Rodrigues durch den deutschen Regisseur Frank Castorf
  • Die literaturgeschichtlichen Grundlagen der konkreten und visuellen Poesie der brasilianischen avantgardistischen Lyrikervereinigung Noigandres
  • Ein angolanisch-brasilianisch-deutscher Romanvergleich: Döblins Berlin Alexanderplatz, Jorge Amados Jubiabá und Pepetelas As aventuras de Ngunga
  • Ein deutsch-brasilianischer Lyrikvergleich auf der Grundlage der die psychosoziologischen Thesen von Georg Simmel zur Intensivierung der Lebenswahrnehmung in den Metropolen (Georg Heym und Mário de Andrade)
  • Der literarische Blick, der Schock des Sehens in der modernistischen Lyrik und im Roman Macunaíma, und die Entdeckung eher bedrohlicher Aspekte der Großstadt bis zu Szenarien der Marginalität bei João Antônio
  • Ein literaturphilosophischer Beitrag zur Metafiktion und der Künstlichkeit realistischer Schreibkonventionen
  • Die Intertextualität unter den Bedingungen der Globalisierung, Digitalisierung und der Virtualität anhand Ana em Veneza von João Silvério Trevisan im Vergleich mit Thomas Manns paradigmatischem Roman Tod in Venedig
  • Den philosophischen Austausch zwischen Unamuno und Pascoaes und die Verflechtung der als unabhängig voneinander betrachteten Konzepte des Quijotismo und Saudosismo
  • Die cultura do contra Carlos de Oliveiras und José Afonsos als „Widerstandspoetik“ zwischen neorealistischer Poesie und Musik als Protest gegen das autoritär-korporative Regime des salazaristischen Portugal
  • Transkontinentale Perspektiven an Hand von Mia Coutos O Outro Pé da Sereia
  • Der Neologismus in den Romanen von João Guimarães Rosa aus Brasilien und Mia Couto aus Mosambik
  • Die interkulturellen Kontexte und Schwierigkeiten bei der Übersetzung anhand von Beispielen aus dem Sammelband Entre a guerra e o muro – cinco poetas alemães (2007)


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