Doktorarbeit: Product Stewardships als Konkurrenz zu staatlicher und internationaler Regulierung?

Product Stewardships als Konkurrenz zu staatlicher und internationaler Regulierung?

Gesellschaftliche Selbstregulierung durch die Gütesiegel Fairtrade, Bio, FSC und MSC

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 274

Hamburg , 306 Seiten

ISBN 978-3-8300-6175-5 (Print)
ISBN 978-3-339-06175-1 (eBook)

Zum Inhalt

Dem Verfasser gelingt es auf seinen einleitenden Seiten sofort, den Leser für die Thematik der Product Stewardships und Gütesiegel zu gewinnen, nämlich durch die Beschreibung des historisch frühen Falls eines Gütesiegels in Gestalt des Siegels des Verbandes der neapolitanischen Pizzabäcker. Das Beispiel ist durchaus geeignet, um die im Hinblick auf Gütesiegel zweifelsohne relevanten Diskussionen der Qualitätssicherung und damit verbundener aktueller Governanceproblematiken aufzunehmen. Insofern beschäftigt sich der Verfasser mit einem durchaus relevanten Thema und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon einem dieser Gütesiegel begegnet ist, sei es als Leser von FSC zertifizierten Büchern, sei es als Einkäufer von Bio- oder Fairtrade-Produkten im Supermarkt. Insofern darf man gespannt sein, wie der Verfasser die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Alltagsphänomen führt. Eine ganze Menge, sei an dieser Stelle schon verraten.

Beginnend mit einer ausführlichen Begriffsdefinition werden die verschiedenen Formen der Regulierung dargestellt und dabei die drei Formen der Gesellschaftlichen Selbstregulierung – Transnationale Standards, Codes of Conduct und die Namensgeber dieser Untersuchung, die Product Stewardships – voneinander abgegrenzt.

Anhand der exemplarischen Vertreter Fairtrade, Bio, FSC und MSC untersucht diese Studie, welche Rolle private Gütesiegel und Product Stewardships im Gefüge zeitgemäßer Rechtsnormen und nichtstaatlicher Regulierung spielen. Die Diskussion des Konkurrenzverhältnisses zu staatlicher und internationaler Regulierung sowie die Auseinandersetzung mit rechtlichen Fragestellungen, wie der Problematik der Legitimation und die Vereinbarkeit mit internationalem Handelsrecht, verdeutlichen, dass die richtige Einordnung entscheidend für den Erfolg der Product Stewardships ist.

Im Anschluss an die Überlegungen, ob und wie Product Stewardships als Konkurrenz zu staatlicher und internationaler Regulierung gesehen werden können, untersucht der Verfasser, welche Aufgaben private und öffentliche Regulierungsakteure wahrnehmen sollten.

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