Dissertation: Curriculumentwicklung für die liberalisierte Energiewirtschaft – dargestellt am Beispiel der Stromversorgung in Deutschland

Curriculumentwicklung für die liberalisierte Energiewirtschaft –
dargestellt am Beispiel der Stromversorgung in Deutschland

Studien zur Berufspädagogik, Band 40

Hamburg 2011, 370 Seiten
ISBN 978-3-8300-5813-7 (Print & eBook)

Curriculumentwicklung, Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR), Elektrizitätsmarkt, Elektrizitätswirtschaft, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien, Geschäftsprozesse, Handlungskompetenz, Lernfelder, Liberalisierung, Modelltheorie, Pädagogik, Stromversorgung, Transaktionen, Wirtschaftspädagogik

Zum Inhalt

Die leitungsgebundene Energiewirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland ist gegenwärtig durch umfassende und nachhaltige strukturelle Veränderungen gekennzeichnet. Diese Veränderungen betreffen insbesondere die Liberalisierung von Energiemärkten, aber auch die Regulierung des Netzbereichs und die Nachhaltigkeit der Energieversorgung sowie die Nutzung regenerativer Energiequellen vor dem Hintergrund dezentraler Erzeugungs- und intelligenter Mess- und Netzführungskonzepte (Smart Metering, Smart Grid). Eng verknüpft mit diesem strukturellen Wandel sind Veränderungen kaufmännischer Tätigkeitsfelder in der Branche sowie veränderte Anforderungen an kaufmännische Fach- und Führungskräfte. In dem Buch widmet sich der Autor der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Energiewirtschaft, einem in der wissenschaftlichen Betrachtung bislang weitgehend vernachlässigten, vor dem Hintergrund der aktuellen Veränderungen in der Branche aber sehr bedeutsamen Thema.

Dazu werden zunächst die veränderten Bedingungen der Energiebranche systematisch reflektiert, indem exemplarisch für eine liberalisierte Energiewirtschaft die Stromversorgung in Deutschland modelliert wird. Es werden die Akteure im Strommarkt an Hand ihrer Marktrollen (z. B. Betreiber von Erzeugungsanlagen, Netzbetreiber, Lieferanten, Bilanzkreisverantwortliche) dargestellt, während die Beziehungen zwischen den Akteuren auf der Grundlage vertraglicher Beziehungen (z. B. Händlerrahmenvertrag, Liefervertrag, Netznutzungsvertrag) als Transaktionen rekonstruiert werden. Auf der Grundlage des Modells werden Geschäftsprozesse entwickelt, Lernziele unter Anwendung des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) formuliert und Lerninhalte ausgewählt. Das Ergebnis ist ein Curriculum, das in alternativen Bildungskontexten angewendet werden kann (z. B. berufsschulische Bildung, betriebliche Aus- und Weiterbildung). Auf der Grundlage des Curriculums können effektive Bildungs , Qualifizierungs- und Lehr-Lern-Prozesse gestaltet werden, um Ler-nende und Mitarbeiter in Unternehmen der Energieversorgung auf die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen an qualifizierte kaufmännische Tätigkeiten in der Branche vorzubereiten und mit relevanten Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung und Gestaltung beruflicher Situationen auszustatten.

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