Doktorarbeit: Die Auswahl von Dolmetschstrategien beim kommerziellen Verhandlungsdolmetschen

Die Auswahl von Dolmetschstrategien beim kommerziellen Verhandlungsdolmetschen

Vergleich des chinesischen und des deutschen Verhandlungsstils

Angewandte Linguistik aus interdisziplinärer Sicht, Band 41

Hamburg , 194 Seiten

ISBN 978-3-8300-5692-8 (Print)
ISBN 978-3-339-05692-4 (eBook)

Zum Inhalt

Im vorliegenden Buch wird die Auswahl geeigneter Dolmetschstrategien beim kommerziellen Verhandlungsdolmetschen zwischen Chinesen und Deutschen durch einen Vergleich des chinesischen und des deutschen Verhandlungsstils untersucht, und im Anschluss daran werden konkrete methodologische Empfehlungen für die Konferenzdolmetscherausbildung in Bezug auf die Sprachen Chinesisch und Deutsch formuliert. Bei der Darstellung der kulturellen, soziokulturellen sowie linguistischen Grundlagen wird zunächst der Gedanke herausgearbeitet, dass das menschliche Verhalten von kulturell geprägten Denkweisen, Wertvorstellungen, Normen und Konventionen reguliert wird. Daraus wird der Schluss abgeleitet, dass aufgrund der nachgewiesenen kulturgeprägten Besonderheiten des Denk-, Verhaltens- und Redestils von unterschiedlichen kulturspezifischen Verhandlungsstilen gesprochen werden kann. „Dem chinesischen Verhandlungsstil“ können folgende klassifizierungsrelevante Merkmale zugewiesen werden: eine indirekte, implizite und situativ angepasste Ausdrucksweise in der Kommunikation, Harmoniebedürfnis, Gruppendenken, das Guanxi-Konzept sowie das Gesichtskonzept, Personen- und Beziehungsorientierung im Sozialverhalten, bildhaftes und integratives Denken, eine sich darauf gründende Logik, zeitliche Flexibilität bei der Geschäftsplanung und eine eher langfristig ausgerichtete und gruppenorientierte Herangehensweise bei der Problemlösung. Zum Schluss wird auf der Grundlage des Leipziger Kompetenzmodells eine Groborientierung und Methodologie zur Auswahl geeigneter Dolmetschstrategien für den besonders komplexen Fall chinesisch-deutscher Geschäftsverhandlungen im Rahmen der Konferenzdolmetscherausbildung aufgestellt: Aufgrund des großen soziokulturellen Differenzials und der grundlegenden unterschiedlichen Rede und Verhandlungsstile von Chinesen und Deutschen werden die konzeptgeleitete und die interaktionsgeleitete Dolmetschstrategie als geeignet für das kommerzielle Verhandlungsdolmetschen empfohlen.

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