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Handbuch: Beraten als professionelle Handlung und pädagogisches Phänomen

Beraten als professionelle Handlung und pädagogisches Phänomen

Rezension

Die Bedeutung des Buches sollte m.E. auch vor dem Hintergrund von Veränderungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt verstanden werden. Universitäre erziehungswissenschaftliche Studiengänge stehen auf dem Arbeitsmarkt konkurrierenden anderen Studiengängen gegenüber. Speziell für die neuen erziehungswissenschaftlichen Bachelorstudiengänge wird die Nutzbarkeit auf dem Arbeitsmarkt bei gleichzeitiger Profilierung gegenüber konkurrierenden Fachhochschulstudiengängen noch zu beweisen sein. Diese Veröffentlichung kann einen Beitrag dazu leisten. [...]
Fazit: Ein Buch für Leser, die sich kundig machen wollen über den derzeitigen Stand der pädagogischen Beratungstheorie.

Gerd Schweers, in:
socialnet Rezensionen, 6.7.2011

Beraten als Kernfigur professionellen Handelns Rhetorische Kommunikation, Beratungsforschung, Dialog, Erziehungswissenschaft, Logik und Form von Beratung, Metatheorie von Beratung, Organisationale und professionelle Handlungslogik, Pädagogik, Professionalisierung, Professionalität, professionelles Handeln, rhetorische Kommunikation, Struktur, Unbewusstes Beraten

Zum Inhalt

Zum Thema „Beraten“ ist bisher alles und zugleich nichts gesagt worden! Trotz einer überbordenden Fülle an Fachliteratur, die sich in kaum noch überschaubarem Details in Sachen Beratung verliert, ist die Frage nach der Logik und der kommunikativen Spezifik beratenden Handelns nach wie vor offen. In diesem sozial- und erziehungswissenschaftlichen Beitrag zur Beratungsforschung wird Beraten als die Kernfigur professionellen Handelns rekonstruiert sowie der Frage nach dem pädagogischen Proprium im Beraten nachgegangen. In direktem Zusammenhang mit der Multiperspektivität von Beratung, ihrem ubiquitären Erscheinen und ihrem Diffundieren in vielerlei alltägliche Situationen, steht die Frage nach der Struktur sowie der erreichten Professionalisierung dieses Kommunikationsformats verberuflichten sozialen Handelns in Formen organisierter Praxis.

Die Autoren befassen sich folglich mit dem Verhältnis von implizitem, „unbewusstem Beraten“ einerseits und expliziter Beratung als reklamiertem Ratgebertum anderseits. Dabei gehen Ihre Studien dem bisher wenig beachteten Sachverhalt nach, dass paradoxerweise professionalisierte Praxis (etwa von Ärzten, Rechtsanwälten, Seelsorgern etc.) stets ein Element beratenden Handelns gleichsam „unbewusst“ realisiert, hingegen explizit als Berater agierende Akteure in der Regel der Professionalisierung ihres beratenden Tuns noch dringend bedürften, da sie ihr Handeln im Sinne von „Wissensexperten“ oder aber von „Beziehungstechnikern“ missverstehen.

Zu den Autoren

Dr. Bernd Dewe, Professor und Lehrstuhlinhaber für berufliche und betriebliche Weiterbildung/ Erwachsenenbildung an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Supervisor, Berater und Aufsichtsrat

Dr. Martin P. Schwarz, Akad. Rat für Betriebspädagogik / Personalentwicklung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Koblenz-Landau sowie Habilitand an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Berater, Supervisor und Partner einer Beratungsgesellschaft



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