Dissertation: Behavioral Finance, Private Equity und Asset Price Bubbles

Behavioral Finance, Private Equity und Asset Price Bubbles

– Implikationen für Finanzsystemstabilität und Geldpolitik –

Asset Price Bubbles, Behavioral Finance, Betriebswirtschaftslehre, Finanzsystemstabilität, Geldpolitik, Private Equity, Venture Capital, Wirtschaftskrise

Zum Inhalt

Gerade in den letzten 20 Jahren scheint das Phänomen der Asset Price Bubbles die Weltwirtschaft zu belasten. Durch das häufige Auftreten von Blasen auf den Aktienmärkten – dem "Public Equity" – wurde das Interesse von Politikern, Ökonomen und Wissenschaftlern an ihnen geweckt. In diesem Zusammenhang wurde das Ziel verfolgt, sowohl aus empirischer als auch theoretischer Perspektive zu untersuchen, ob Spekulationsblasen auch auf dem privaten Beteiligungsmarkt – dem "Private Equity" (PE) – entstehen können. Dabei stand nicht die kausale Beziehung zwischen dem Aktienmarkt und dem PE-Markt im Vordergrund, sondern die Beantwortung der Frage, ob dieser Markt anfällig für Asset Price Bubbles ist.

Die empirische Analyse weist – für den Zeitraum 1985 bis 2009 – auf dem amerikanischen PE-Markt auf 3 Blasen hin. Die identifizierten Blasen stimmen zeitlich mit denen am Aktienmarkt überein. Eine alleinige Betrachtung des Marktvolumens reicht dabei nicht aus, um valide Ergebnisse zu erzielen. Stattdessen ist zusätzlich eine Analyse der Preisbildung sinnvoll. Hinweise auf nicht identifizierbare oder fälschlicherweise erkannte Blasen sind nicht existent. Auch die geführten Experteninterviews zerstreuen diese Erkenntnis nicht.

Auf der theoretischen Ebene zeigt sich, dass sich Asset Price Bubbles mithilfe der Behavioral Finance besser erklären lassen als mit neoklassischen Modellen. Zusätzlich konnten Bedingungen für bestimmte Verhaltensweisen abgeleitet werden, die zu einer Blase auf dem PE-Markt führen. Als zentraler Auslöser wird der Verlust des Risikobewusstseins angesehen, der unter anderem einen Overconfidence Bias und Herdenverhalten auslösen kann.



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