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Sammelband: Musik in Gesellschaft und Politik

Musik in Gesellschaft und Politik

Ausgewählte Aspekte in Geschichte und Gegenwart

Studien zur Musik­wissen­schaft, Band 20

Hamburg 2010, 130 Seiten
ISBN 978-3-8300-5161-9

19. Jahrhundert, Albert Lortzing, Apartheid, Clara Wieck Schumann, Erlebnisgesellschaft, Fanny Mendelssohn Bartholdy, Gesellschaft, Historische Musikwissenschaft, Johann Strauß jun., Konzertwesen, Kulturwissenschaft, Musik, Musiksoziologie, Politik, Politische Musik, Rechtsrock, Richard Wagner, Robert Schumann, Simbabwe

Zum Inhalt

Wissenschaftler aus den Bereichen Musik und Deutsche Sprache beschäftigen sich in ihren Beiträgen mit unterschiedlichen Aspekten der Beziehungen zwischen Musik, Gesellschaft und Politik. Der Fokus liegt zunächst auf allgemeinen Fragestellungen wie Begriffen, dem Stellenwert und den Funktionen von Musik sowie Beziehungsvariablen zwischen Musik und Politik. Georg Brunner nimmt dabei u.a. die Themen Konzertwesen, Kultursubventionierung, Zensur, Musik in der Schule und politische Musik in den Blick. Drei Beiträge beschäftigen sich mit historischen Aspekten des Themas. Janina Klassen geht der Frage nach, welchen Bedingungen Frauen im 19. Jahrhundert im Zuge ihrer musikalischen Pro­fessio­nali­sierung unterworfen waren. Im Mittelpunkt stehen die Komponistinnen Fanny Mendelssohn Bartholdy und Clara Wieck Schumann. Mit der Repräsentationsfunktion von Musik im politischen Auftrag vom Mittelalter bis zur Neuzeit setzt sich Ulrich Fritz auseinander. Hierzu gab es die verschiedensten Anlässe und Formen, von einfacher Gebrauchsmusik über große Fest- und Trauerkompositionen bis zu ganzen Opern. Ein konkretes Ereignis, nämlich die Revolution von 1848/49 und die damit verbundenen musikalischen Auseinandersetzungen nimmt Mechtild Fuchs genauer unter die Lupe. Komponisten wie Richard Wagner, Robert Schumann oder Johann Strauß jun. gerieten in den Sog der revolutionären Stimmung und komponierten entsprechende Revolutionsmusik. Albert Lortzing schrieb sogar eine veritable Revolutionsoper ("Regina").

Drei weitere Artikel spüren heutigen Erscheinungsformen der Musik in Gesellschaft und Politik nach. Dieter Distl stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen Implikationen es mit sich gebracht haben, dass Musik heute in unserer Erlebnisgesellschaft als inflationäres Angebot betrachtet werden kann. Welche Folgen sind damit zu erwarten? Einer linguistischen Analyse unterziehen Alexa Matthias & Peter Schlobinski Texte rechtsextremer Musik. Welche Kontexte, welche Schlüsselwörter, welche Wort- und Assoziationsfelder gilt es zu beachten, um die politische Dimension dieser Songs zu entschlüsseln? Schließlich analysiert Joseph Matare die Beziehung von Musik und Politik in Simbabwe zur Zeit der Arpatheid. Dies ist besonders aus dem Grund sehr aufschlussreich und authentisch, als Matare in dem afrikanischen Staat geboren wurde, dort gelebt hat und so eigene Erfahrungen in die Analyse einbringen kann.

Zum Autor

Georg Brunner, Prof. Dr. phil., Studium der Schulmusik an der Musikhochschule München, Musikwissenschaft, Schul- und Musikpädagogik an der Univ. Augsburg, Promotion 1995, 1985-1998 Lehrtätigkeit an verschiedenen Gymnasien in Bayern, ab 1998 Akad. Oberrat an der Univ. Regensburg (Musikpädagogik), 2000 Vertretung der Professur für Musikpädagogik an der Univ. Erlangen-Nürnberg, seit 2004/2005 Professor für Musikdidaktik Musikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg; Arbeitsschwerpunkte: Unter­richts­forschung, Themen der Musiksoziologie (z.B. Jugendkulturen, Rechtsrock, Fangesänge), Lehrerfortbildung; Vorsitzender des AfS Landesverbandes Baden-Württemberg.

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