Doktorarbeit: Die bürgerlich-rechtliche Anweisung und ihre Entstehung

Die bürgerlich-rechtliche Anweisung und ihre Entstehung

Von der römischen delegatio bis zum Inkrafttreten der Anweisung des BGB

Rechtsgeschichtliche Studien, Band 35

Hamburg , 382 Seiten

ISBN 978-3-8300-4927-2 (Print)
ISBN 978-3-339-04927-8 (eBook)

Rezension

Das Werk Eisenrieds bringt erstmals eine geschlossene Darstellung der Entstehung der BGB-Bestimmungen über die Anweisung (§§ 783-792) im Zusammenhang mit der römischrechtlichen delegatio solvendi und deren Fortentwicklung insbesondere durch die Pandektistik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
[...] liegt mit dem Werk Eisenrieds für das klassische römische Recht und für die rechtsdogmatischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts eine zuverlässige Darstellung der Geschichte des Anweisungsrechts bis zum Bürgerlichen Gesetzbuch vor [...].
in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Jg. 128 (2011)

Zum Inhalt

Der Autor befasst sich mit der Entstehungsgeschichte einer in der heutigen zivilrechtlichen Literatur bislang eher am Rande behandelten Grundfigur des bürgerlichen Rechts, die jedoch aus dem Wirtschaftsleben als kaufmännische Anweisung sowie insbesondere als Wechsel und Scheck nicht hinweg gedacht werden kann: Der in den §§ 783 ff BGB geregelten Anweisung.

Ausgehend von den römisch-rechtlichen Grundlagen wird unter Einbeziehung der maßgeblichen römisch-rechtlichen Quellentexte die Entstehungsgeschichte wesentlicher Grundprinzipien des bürgerlich-rechtlichen Anweisungsrechts dargelegt: Das Prinzip der Unabhängigkeit der Anweisung von den zugrundeliegenden Schuldverhältnissen, das Prinzip der Anweisung als Doppelermächtigung, die Trennung der Anweisung von der Stellvertretung und die Entwicklung des Anweisungsakzepts, das eine von den Grundverhältnissen losgelöste selbständige Verbindlichkeit schafft. Schließlich wird noch die Entwicklung des Rückgriffsrechts im Delegationsverhältnis und die Entstehung der Regelungen zur Übertragbarkeit der Anweisung erörtert.

Schwerpunkt der Studie ist dabei die Darstellung der pandektenwissenschaftlichen Diskussion im 19. Jahrhundert, die letztlich zu den im BGB getroffenen Regelungen führte. Insoweit wird die gesamte Literatur des 19. Jahrhunderts zu einer Gesamtdarstellung verarbeitet, die die Entwicklung der Dogmatik bis zum Inkrafttreten der in den §§ 783 ff. BGB enthaltenen Regelungen zeigt.

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