Doktorarbeit: Die Zulässigkeit einer gesonderten Steuerstrafverfolgung

Die Zulässigkeit einer gesonderten Steuerstrafverfolgung

– mit einem besonderen Blick auf die STRAFA-FA in NRW

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 170

Hamburg 2009, 214 Seiten
ISBN 978-3-8300-4718-6 (Print & eBook)

Fahndung, Finanzamt, Rechtsstaatsprinzip, Rechtswissenschaft, Sozialstaatsprinzip, Steuerfahndung, Steuerpolizei, Steuerstaatsanwaltschaft, Steuerstrafverfahren, Steuerstrafverfolgung, Straf- und Bußgeldstelle, StraFa-Fa, Strafrecht

Zum Inhalt

Das Buch befasst sich mit den Besonderheiten der eigenständigen Steuerstrafverfolgung gegenüber dem allgemeinen Strafverfahren und dem Zollstrafverfahren. Zum besseren Verständnis wird dazu neben der Behördenorganisation der einzelnen Strafverfahrensarten auch die Aufgaben- und Kompetenzverteilung der jeweiligen Behörden in den unterschiedlichen Strafverfahrenarten dargestellt. Dabei wird der Prüfungseinstieg in den besonderen Bereich der Steuerstrafverfolgung durch die Verwendung von graphischen Elementen erleichtert.

Inhaltlich werden die Besonderheiten der Steuerstrafverfolgung auf ihre Vereinbarkeit mit dem Verfassungsrecht hin überprüft. Vor allem werden sie am Maßstab des Rechts- und Sozialstaatsprinzip und deren verfassungsrechtlichen Ausprägungen gemessen. Auch hier erleichtern graphische Darstellungen die Auseinandersetzung mit den Prüfungsinhalten. Auf dem Prüfstand steht - über die Beurteilung der Zulässigkeit einer gesonderten Steuerstrafverfolgung hinaus - auch die Zulässigkeit der verschiedenen organisatorischen Gestaltungsformen im Behördenaufbau der Länder. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Organisation des Behördenaufbaus in NRW gelegt. Die dort gewählte Organisationsform ist besonders deshalb interessant, da sie, abweichend vom allgemeinen Strafverfahren, polizeiliche und staatsanwaltliche Befugnisse in gesonderten Strafverfolgungsbehörden, den STRAFA-FA (Finanzämter für Strafsachen und Steuerfahndung), zusammenführt. Damit geht das Buch inhaltlich über die Auseinandersetzung mit der Steuerfahndung hinaus und beantwortet die Frage der Zulässigkeit von Organisationsmodellen, die denen in NRW gleichen. In diesem Zusammenhang dürfte es inhaltlich auch für den Bereich der Steuerstrafverfolgung in Niedersachsen, Berlin und Hamburg von Interesse sein.

Neben den theoretischen Überlegungen wirft das Buch auch ein Blick auf die Praxis der Steuerstrafverfolgung in NRW. In diesem Zusammenhang wird auch die Arbeitsweise der STRAFA-FA auf ihre Vereinbarkeit mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben hin überprüft. Dazu wurde in insgesamt 4 von 10 STRAFA-FA die Führungsebene befragt und die Interviewergebnisse entsprechend ausgewertet.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben