Doktorarbeit: Einfluss von empirischer Forschung und Rechnungslegungspraxis auf die internationalen Standardsetter

Einfluss von empirischer Forschung und Rechnungslegungspraxis auf die internationalen Standardsetter

Eine Untersuchung am Beispiel Performance Reporting

Internationale Rechnungslegung, Band 14

Hamburg , 406 Seiten

ISBN 978-3-8300-4592-2 (Print)
ISBN 978-3-339-04592-8 (eBook)

Zum Inhalt

Weltweit hat der Verbindlichkeitsgrad internationaler Rechnungslegungsnormen wie IFRS und US-GAAP in den letzten Jahren stark zugenommen. Für die diese Regeln schaffenden Institutionen bedeutet dies, dass immer mehr Parteien Einfluss auf den Normensetzungsprozess nehmen wollen. Daher stellt sich die Frage, inwieweit bei den Entscheidungen der internationalen Standardsetter der politische Druck und die Einflussnahme höher gewichtet werden könnten als der Anspruch, theoretisch fundierte und empirisch begründbare Rechnungslegungsregeln zu konzipieren.

Dieser Frage geht der Autor anhand des Themengebietes „Performance Reporting“ nach. Einerseits werden sowohl kapitalmarktorientierte als auch verhaltenswissenschaftliche empirische Studien detailliert ausgewertet. Es wird überprüft, inwieweit das IASB und das FASB bei ihren derzeit gültigen Regelungen zum Erfolgsausweis den Implikationen aus der Empirie gefolgt sind.

Andererseits werden die bei den internationalen Standardsettern eingegangenen Kommentierungsschreiben zum G4+1 Diskussionspapiers „Reporting Financial Performance“ von 1999 sowie zum Exposure Draft (ED) zu IAS 1 aus dem Jahr 2006 prozessorientiert analysiert. Anhand der Ergebnisse von Gruppenstrukturanalyse, Inhaltsanalyse und Einflussanalyse wird überprüft, ob sich bestimmte Interessengruppen mit ihren Meinungen durchsetzen konnten.

Für diese Analyse werden alle erforderlichen theoretischen Grundlagen gelegt. Die Organisationsstruktur der beiden internationalen Standardsetter und der Prozess der Normenschaffung werden vorgestellt. Außerdem wird theoretisch diskutiert, ob und inwieweit empirische Literatur grundsätzlich eine Relevanz für das Standardsetting haben kann. Auf Basis der Regulierungstheorie erfolgt die Identifizierung von Interessengruppen sowie ihrer Anreize zur aktiven Teilnahme am Standardsetzungsprozess. Außerdem wird der aktuelle Stand der Regeln nach IFRS und US-GAAP zum Performance Reporting dargestellt und ein Einblick in die diesbezüglichen Reformbemühungen von IASB und FASB gegeben.

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