Doktorarbeit: Wettbewerb elektronischer Business-to-Business Marktplätze

Wettbewerb elektronischer Business-to-Business Marktplätze

Entwicklungen und dominante Strukturen

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 147

Hamburg 2009, 282 Seiten
ISBN 978-3-8300-4531-1 (Print & eBook)

Business-to-Business, Indirekte Netzwerkeffekte, Industrieökonomik, Intermediär, Markteintrittsspiel, Netzwerkeffekte, Netzwerkökonomik, two-sided markets, Volkswirtschaftslehre, Volkwirtschaftslehre

Zum Inhalt

Die Entwicklung des elektronischen Handels ist unmittelbar an die hohe Dynamik des Electronic Business gebunden. Der auf Basis elektronischer Netzwerke vermittelte Handel stellt hierbei eine Facette des Electronic Commerce dar, dessen Potenziale insbesondere im Handel zwischen Unternehmen auf Business-to-Business Marktplätzen liegen. Als mögliche Strukturierungsmuster können sich diese dabei einerseits als neutrale oder durch ein Konsortium initiierte Plattformen präsentieren sowie andererseits differierende Positionierungsschemata hinsichtlich der Branchen bzw. Funktionsorientierung als vertikale oder horizontale Marktplätze aufweisen.

Im Zuge des mit dem Ende des „Dotcom-Hypes“ eingesetzten Konsolidierungstrends entstand gleichwohl die Prognose einer sich herausbildenden Dominanz konsortialer sowie vertikaler Strukturen, die den zentralen Ausgangspunkt der modelltheoretischen Überprüfung im Rahmen eines industrieökonomischen Ansatzes bildet. Basierend auf dem Konzept von Markteintrittsspielen fokussiert die Analyse hierbei speziell auf die Identifizierung von Determinanten, die konsortiale sowie vertikale Strukturen erst ermöglichen. In diesem Zusammenhang bedarf insbesondere der Aspekt der wechselseitig vorliegenden, indirekten Netzwerkeffekte einer gezielten Berücksichtigung, da sich die alleinige Vorteilhaftigkeit geringerer Transaktionskosten noch nicht als ausreichend für die erfolgreiche Etablierung einer elektronischen Marktplattform erweisen muss. Die sich hieraus ergebende und für zweiseitige Märkte typische „chicken-and-egg“ Problematik erfordert zur Auflösung dieses Phänomens daher ein geeignetes Preissetzungsschema, welches sich zudem innerhalb des Wettbewerbes elektronischer Marktplätze als gewinnmaximal erweisen muss.

Im Ergebnis zeigen die Untersuchungen, dass eine generelle Implikation hinsichtlich der Dominanz branchenspezifischer sowie konsortialer Business-to-Business Marktplätze nicht ableitbar ist. Vielmehr gelingt der Nachweis, dass vertikale sowie konsortiale Entwicklungsmuster zwar durch identische Determinanten begünstigt werden, deren Ausprägungen jedoch zwischen den einzelnen Industrien differieren. Eine Bewertung dominanter Strukturen innerhalb der Business-to-Business Marktplatzlandschaft kann infolgedessen letztlich nur im Falle einer gezielten Berücksichtigung branchenspezifischer Merkmale erfolgen, die sich für diejenigen Industrien als charakteristisch erweisen, denen die auf den Marktplattformen agierenden Handelsakteure angehören.



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