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Dissertation: Kult und Fest in Lykaonien

Kult und Fest in Lykaonien

Studien zur Geschichtsforschung des Altertums, Band 20

Hamburg 2009, 486 Seiten
ISBN 978-3-8300-4520-5 (Print), ISBN 978-3-339-04520-1 (eBook)

Akkulturation, Altertum, Anatolien, Geschichtswissenschaft, Götter, Gottheiten, Graecisierung, Inschriften, Kaiserzeit, Kleinasien, Kulte, Lykaonien, Religionsgeschichte, Romanisierung

Zum Inhalt

Die Landschaft Lykaonien im inneren Anatolien gehört zu den bislang weniger erforschten Regionen Kleinasiens. Die marginale geographische und historische Rolle Lykaoniens verdeckt die immense Bedeutung, die diese Landschaft in der Erforschung der Religionsgeschichte Kleinasiens spielt. In den letzten Jahren erschienen verschiedene ähnlich angelegte Regionalstudien. Zu Lykaonien fehlte bislang eine diesbezügliche Analyse, so dass die Studie den Anspruch erheben kann, hier eine Lücke zu füllen.

Die für ganz Anatolien beobachteten Wechselbeziehungen zwischen indigenen und neu hinzugekommenen Gottheiten galt es exemplarisch für Lykaonien zu ergründen. Neben Akkulturationserscheinungen in Folge von Hellenisierung und Romanisierung blieben die indigenen Kulte in ihren Ursprüngen erkennbar. Deren Ausübung endete erst mit dem Vordringen des Christentums.

Im Ergebnis dieser Forschungsarbeit ergab sich folgender Gesamteindruck: Bis in die römische Kaiserzeit hatten die einheimischen religiösen Traditionen einen hohen Stellenwert. Die Gottheiten blieben in ihrem indigenen Ursprung weitestgehend erhalten oder erhielten allenfalls griechische Namen. Daneben konnten griechisch-römische Kulte in die vielfältige Götterlandschaft integriert werden. Gleiches geschah mit dem Christengott, allerdings setzte dessen monotheistischer Anspruch dem jahrhundertealten Polytheismus schlagartig ein Ende.

Das Ziel der Verfasserin war es, sämtliche Götter und Kulte zu erfassen, die in Lykaonien bis zur großflächigen Ausbreitung des Christentums nachweisbar sind. Unter den Zeugnissen stellten die kaiserzeitlichen Inschriften dabei den Hauptanteil. Wichtiger noch als die erfolgte Kompilation der Quellen, die ja an sich schon als ein Verdienst zu gelten hat, ist der inhaltliche Ertrag, der sich für zukünftige Arbeiten aus dem Material gewinnen lässt.



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