Forschungsarbeit: Das Katalanische – eine Regionalsprache im Zeitalter der Globalisierung

Das Katalanische – eine Regionalsprache im Zeitalter der Globalisierung

Studien zur Romanistik, Band 18

Hamburg , 196 Seiten

ISBN 978-3-8300-4508-3 (Print)
ISBN 978-3-339-04508-9 (eBook)

Zum Inhalt

Die Forschungsarbeit geht von der Fragestellung aus, in welchem Maße im gegenwärtigen Zeitalter der Globalisierung Regionalsprachen noch Bedeutung im kommunikativen Alltag und (mittel- und langfristig) eine Überlebenschance angesichts der Tatsache besitzen, dass sogar manche Nationalsprachen und -kulturen (der Verfasser geht vor allem auf das Französische in Frankreich ein) sich von englischer Sprache und anglo-amerikanischer Kultur bedroht glauben.

Das Katalanische, als Kultur- und Literatursprache mit einer bis ins Mittelalter zurück reichenden Tradition, trifft heute in den einzelnen Sprachgebieten auf unterschiedliche politische, kulturelle und sprachliche Voraussetzungen, mit denen es jeweils zurecht kommen muss und die in der Studie – für jedes Gebiet gesondert – beleuchtet werden. Aber selbst dort, wo durch günstige Voraussetzungen im Bildungs- und Verwaltungssystem seit Jahr(zehnt)en die Sprachkenntnisse systematisch wachsen, wie in der politisch zu Spanien gehörenden autonomen Gemeinschaft Katalonien, schlägt sich dies bislang nicht hinreichend positiv im sprachlichen Alltag nieder. In diesem Zusammenhang untersucht der Autor das soziale Prestige des Katalanischen und Möglichkeiten, dieses innerhalb der Sprachgemeinschaft zu steigern. Auch hierfür gibt es historische Ursachen, denen nachgegangen wird.

Uwe Dietzel interessiert sich darüber hinaus für das Verhältnis von Regional- und Nationalsprache und untersucht, inwieweit Beziehungen des Katalanischen zu anderen Regionalsprachen, speziell zum Okzitanischen, mit dem es aus sprachgeschichtlicher Perspektive einen gemeinsamen Sprachraum bildet, bestehen.

Schließlich wird noch auf die besonders für Katalonien relevante Fragestellung eingegangen, inwiefern eine staatliche Eigenständigkeit des Sprachgebiets der Regionalsprache helfen könnte und welche politischen, ökonomischen und sozialen Konsequenzen ein solcher Schritt mit sich bringen würde oder könnte. In diesem Zusammenhang wird u.a. diskutiert, ob und wie die kanadische Provinz Quebec, die in Katalonien heute vielfach gerne als Modell betrachtet wird, wirklich als Vorbild zur Nachahmung taugt.

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