Forschungsarbeit: Evangelium und Religion

Evangelium und Religion

THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse, Band 86

Hamburg 2009, 598 Seiten
ISBN 978-3-8300-4432-1 (Print & eBook)

Bibel, Christentum, Evangelium, Geschichte, Katholizismus, Religion, Theologie

Zum Inhalt

Das Christentum wird in der Regel ohne viel Federlesens unter die Religionen gezählt. Das scheint kaum jemanden zu bekümmern, auch jene nicht, die es als die absolute Religion betrachten. Der Autor nimmt sich der Frage an, ob das zutrifft. Er geht nicht von einem Religionsbegriff aus, der aus den zahlreich vorhandenen willkürlich ausgewählt worden wäre. Vielmehr setzt der Verfasser beim Evangelium an. Als Inhalt und Gesamtaussage des Neuen Testamentes ist es die Grundlage alles Christlichen. Die Bibel bietet nun die Möglichkeit, im Alten Testament auf die religiöse Schriften Altisraels wie des Frühjudentums zugreifen zu können. So lassen sich wichtige Gesichtspunkte wie Heiligkeit, Tempel, Kult, Opfer, Priester, Gebet oder Sittlichkeit in religiöser wie evangelischer Sicht vergleichen. Das geschieht im Blick auf die Aussagen der Quellen wie der Forschung. Zwar stellt das Alte Testament nur einen geringen Ausschnitt aus den religiösen Vorstellungen der Welt dar. Dennoch eignet es sich für dieses Unternehmen, weil ihm das Evangelium einerseits verwandt ist, sich andererseits aber gewichtig von ihm unterscheidet. Was hier beobachtet wird, trifft mehr oder minder auch auf andere Religionen oder Religion als solche zu. Aus all dem ergibt sich: Das Evangelium unterscheidet sich maßgeblich von ihnen oder ihr. Es greift zwar religiöse Vorstellungen auf, gestaltet sie aber völlig um. So erscheint es als ebenso neue wie einmalige Art, das Verhältnis zwischen Gott, Mensch und Welt zu bestimmen. Betrachtet man den Sachverhalt im Rahmen der Geschichte, erscheinen Religion oder Religionen als eine wertvolle, aber auch vorläufige Art, um das besagte Verhältnis zu betrachten. Das gilt auch für die religiösen Vorstellungen oder Verhaltensweisen, die im Christentum noch immer geläufig sind. So versucht die der Autor, den Blick für das zu schärfen, was Christentum und Christsein ausmacht.



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