Tagungsband: The Living Skanderbeg

The Living Skanderbeg

The Albanian Hero between Myth and History

ORBIS - Wissenschaftliche Schriften zur Landeskunde, Band 16

Hamburg 2010, 330 Seiten
ISBN 978-3-8300-4416-1

Rezension

Die Vielfalt der hier versammelten Beiträge reflektiert die außergewöhnliche Bedeutung Skanderbegs nicht nur für seine Zeitgenossen, sondern letztlich bis in die Gegenwart, wenn man an seine Rolle für die Identitätskonstruktion der Albaner denkt.

Klaus Steinke, in:
Informationsmittel für Bibliotheken (IFB), http://ifb.bsz-bw.de (2010)

Albanien, Albanische Geschichte, Albanische Literatur, Darstellende Kunst, Geographie, Georg Kastriota, Komparatistik, Kulturwissenschaft, Musikologie, Skanderbeg

Zum Inhalt

In der albanischen, südosteuropäischen, aber auch gesamteuropäischen Geschichte des 15. Jahrhunderts spielt die Person des Georg Kastriota (1405–1468), genannt Skanderbeg, eine hervorragende Rolle. Der von ihm geführte erfolgreiche Abwehrkampf gegen die osmanische Eroberung machte ihn zu einer zentralen Figur des gesamtalbanischen Raums mit identitätsstiftender Funktion. Seine Person und seine Taten haben seit damals die europäische Literatur und Kunst vielfältig inspiriert. Auch die Forschung, im besonderen die Geschichtsforschung hat sich aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Interpretationsweisen Skanderbeg und den Ereignissen jener Zeit angenähert. Gerade in der neuesten Zeit ist die Thematik im Rahmen der südosteuropäischen Geschichtsforschung wieder hochaktuell geworden, weil diverse Neuerscheinungen zum albanischen Nationalhelden zu verzeichnen sind, die zu teils heftigen Diskussionen geführt haben.

Auch der Sammelband beschäftigt sich interdisziplinär mit Skanderbeg. In 18 Beiträgen in englischer, deutscher, italienischer, französischer und spanischer Sprache wird die Figur Skanderbegs aus der Sicht verschiedener Forschungsdisziplinen, nämlich der Literatur- und Sprachwissenschaft, der Kunst- und Musikgeschichte sowie der Geschichtswissenschaft betrachtet. Den hier vereinten Beiträgen ist gemein, dass sie nicht nur die neuesten Forschungsergebnisse ihres Fachs berücksichtigen, sondern vielmehr auch neue Erkenntnisse und Forschungsansätze präsentieren.

Das Buch richtet sich an Historiker, Literaturwissenschaftler, Kultur- und Musikwissenschaftler, sowie an alle verwandten Disziplinen.



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