Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Mailand und die Lombardei 1450 bis 1650“ von Jörg Reimann

Jörg Reimann Mailand und die Lombardei 1450 bis 1650

Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Kultur

Hamburg 2009, 334 Seiten

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Zum Inhalt

Mit diesem vierten Band der Reihe „Italien 1450 bis 1650: Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Kultur“ rücken nun Mailand und Umgebung in den Vordergrund der Betrachtungen. Der in Arbeit befindliche fünfte Band „Rom und der Kirchenstaat 1450 bis 1650“ wird die 2004 begonnene Reihe abschließen. Auf der politischen Ebene werden im Mailand-Band die Sforza dominieren. Gleichwohl handelt es sich nicht um die Ausarbeitung einer Familiengeschichte, weshalb nur den regierenden Sforza, nicht aber anderen bedeutenden Familienmitgliedern wie Ascanio eigene Kapitel gewidmet sind. Ebenso ist die Mailand-Politik der französischen und spanischen Besatzer thematisiert. Zwischen Neapel und Mailand gab es nicht nur zu der Zeit, in welcher die Dynastien der Aragon beziehungsweise der Sforza regierten, ein enges Netzwerk. Frankreich und noch mehr die spanischen Besatzer betrachteten das Vizekönigreich Neapel und den Stato di Milano als zusammenhängende Teile ihrer Italienpolitik. Man wird sicher fragen, warum zwar die Beziehungen Mailand – Venedig, Mailand – Neapel und Mailand – Florenz in eigenen Kapiteln zum Thema gemacht wurden, ein solches für Mailand – Rom aber fehlt. Zwar fehlt hier ein solches Kapitel, die Verbindungen nach Rom wurden aber auf der politischen Ebene dennoch angemessen berücksichtigt. Die demographische Ebene wird zeigen, wie sehr Pest und Kriegsfolgen die Bevölkerung in Mitleidenschaft zogen. Das Herzogtum Mailand war innerhalb Europas eine Region von beispielhafter Wirtschaftskraft. Textilindustrie, Waffenherstellung und auch Agrarwirtschaft werden als bedeutende Wirtschaftszweige dargestellt und mit Ausführungen über die Infrastruktur, die Stadtwirtschaft sowie den Staatshaushalt ergänzt. Die Löhne von Arbeitern sind hier in Beziehung zum Wert des Geldes gesetzt, zu dem, was man sich auf dem heimischen Markt für seinen Verdienst kaufen konnte. Auf der kulturellen Ebene war Mailand für die Mode im untersuchten Zeitraum ein unbestrittener Impulsgeber. Auch bei diesem Thema zeigt sich, dass die Ebenen nicht immer streng voneinander zu trennen sind, sondern eine Verbindung haben. Erst kreative Mode kann als Wirtschaftsfaktor an Bedeutung gewinnen. Es geht nicht darum, die eine oder andere Ebene ausführlicher vorzustellen, sondern darum, die über Jahre zusammen getragenen Informationen hierüber einzubringen. Informationen, die für die Intention der Reihe und des vorgelegten Buches von Bedeutung waren. Eine chronologische Ordnung wurde in allen Kapiteln nach Möglichkeit eingehalten. Zwischen Anmerkungen und Register befinden sich zum besseren Verständnis Umrechnungsdaten für hier verwendete Maße und Einheiten.

Bibliografische Daten

Autor Jörg Reimann
Titel Mailand und die Lombardei 1450 bis 1650
Untertitel Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Kultur
Seiten 334
Erscheinungsjahr 2009
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-4275-4
eISBN (eBook) 978-3-339-04275-0
Schriftenreihe Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit
Band 57

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