Dissertation: Methodische Probleme der Übersetzung

Methodische Probleme der Übersetzung

Unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungsprozeduren

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 136

Hamburg , 236 Seiten

ISBN 978-3-8300-4132-0 (Print)
ISBN 978-3-339-04132-6 (eBook)

Zum Inhalt

Magloire Kengne Fokoua setzt sich, aus heutiger Sicht, mit der Frage auseinander, wie sich Übersetzen im einzelnen vollzieht, was Übersetzer tun müssen und tun können, um zu optimalen zielsprachlichen Ergebnissen zu gelangen und einen Zieltext zu schaffen, der dem Original und dessen Qualität und Wirkung möglichst nahe kommt. Eingangs wird auf die fehlende in sich geschlossene und konsistente, umfassende und möglichst vollständige Darstellung der Methodologie der Translation als eines überaus komplexen sprach- und kulturübergreifenden Vorgangs hingewiesen. Der Verfasser erhebt keinen Anspruch darauf, das Desiderat einer geschlossenen Übersetzungsmethodik völlig erfüllen zu können. Stattdessen möchte er jedoch wenigstens einen ihrer grundlegenden bisher bekannten Teilbereiche, nämlich den der Übersetzungsprozeduren, möglichst vollständig erfassen und so komplettieren, dass die Aussicht besteht, der für die Übersetzungswissenschaft so notwendigen Gesamtmethodologie ein gutes Stück näher zu kommen. Leitgedanke und Motivation bei der Wahl dieser Zielsetzung sei dabei, so der Autor, die ganz persönlich in Studium und inzwischen mehrjähriger Tätigkeit als Übersetzer gewonnene Erfahrung gewesen, dass das Wissen um die praktischen Vorgehensweisen, die Übersetzern bei der täglichen Arbeit zur Verfügung stehen und diesen bei entschlossener und regelmäßiger Nutzung wirksam dabei helfen können, zu sinnvollen Entscheidungen und richtigen Lösungen zu gelangen.

Es wird gezeigt, dass Prozedurenwissen sich bei täglicher Anwendung sehr schnell einprägt und insofern auch dazu beiträgt, die Übersetzerarbeit nachhaltig zu beschleunigen – eine Wirkung, die bei der bekannten ständigen Zeitnot von Übersetzern von hohem Wert ist.

Die Aufarbeitung sämtlicher Prozeduren erfolgt im einzelnen auf eine insgesamt neue Weise: Den gefundenen Belegen wird ein individuelles Profil zugeordnet. Mit dieser ausgeprägt differenzierenden Verfahrensweise wird die bisher ausgesprochen summarische Darstellungsweise deutlich überwunden. Dies bedeutet letztlich, dass jede beschriebene Prozedur in all ihren denkbaren Erscheinungsformen dargestellt wird, eine Beschreibungsweise, die eine spürbar stärkere Transparenz mit sich bringt. Der dadurch in Erscheinung tretende beeindruckende Variantenreichtum der Prozeduren führt zu der Erkenntnis, dass Übersetzenden breite Handlungsspielräume und insbesondere Variabilität auch in den Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die ihnen insofern ein Stück sprachlich-stilistischer Freiheit und Souveränität verleihen, zu denen die Untersuchung ausdrücklich ermutigen will.

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