Doktorarbeit: Das Verursacherprinzip und seine Vereinbarkeit mit den zivilrechtlichen Haftungsregeln

Das Verursacherprinzip und seine Vereinbarkeit mit den zivilrechtlichen Haftungsregeln

Umweltrecht in Forschung und Praxis, Band 38

Hamburg 2009, 200 Seiten
ISBN 978-3-8300-4101-6

Haftungsfragen, Haftungsregeln, Kausalität, Rechtswissenschaft, Umwelthaftung, Umweltrecht, Umweltschaden, Umweltschadengesetz, Verantwortlichkeit, Verursacherprinzip, Zivilrecht

Zum Inhalt

Die Kernaussage des Verursacherprinzips ist ebenso knapp wie prägnant: jeder ist für die Folgen seiner Handlungen verantwortlich. Die Idee einer individuellen Folgenverantwortlichkeit und damit des Verursacherprinzips ist somit im Bewusstsein der modernen Gesellschaft bereits angelegt.

Fraglich scheint allein, wie sich diese apodiktisch anmutende Statuierung einer umfassenden Verantwortlichkeit für Handlungsfolgen mit den tradierten zivilrechtlichen Haftungsregeln vereinbaren lässt. Vornehmlich im Hinblick auf das im klassischen zivilen Haftungsrecht bestehende Korrektiv eines Verschuldenserfordernisses stellt sich die Frage, ob es im Sinne einer originalgetreuen Umsetzung des Verursacherprinzips sinnvoll und wünschenswert wäre, von diesem Erfordernis eines Verschuldens weiter abzurücken und künftig noch mehr auf Gefährdungshaftungstatbestände zu setzen.

In diesem Zusammenhang gewinnt die außerordentlich wichtige und weiterhin hochaktuelle Problematik an Bedeutung, ob das Zivilrecht mit den ihm zur Verfügung stehenden Haftungsinstrumenten in der Lage und ferner überhaupt dazu bestimmt ist, zu einem effektiven Umweltschutz beizutragen.

Diese Frage wird im Verlauf der Untersuchung ebenso diskutiert wie die tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten, denen sich der Geschädigte regelmäßig bei der Durchsetzung seiner Ansprüche gegenübersieht, und die vorhandenen Möglichkeiten der Beweiserleichterung zugunsten des Geschädigten.



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