Dissertation: Psychische Belastungen nach Unfällen

Psychische Belastungen nach Unfällen

Effekte eines Analgosedativums auf psychologische, endokrine und neuropsychologische Parameter

Schriften zur medizinischen Psychologie, Band 19

Hamburg 2008, 164 Seiten
ISBN 978-3-8300-3462-9 (Print & eBook)

Akutstresssymptome, Analgetika, Analgosedativum, Depressionen, Dissoziationen, Endokrinologie, Gesundheitswissenschaft, Intrusionen, Medizin, Medizinische Psychologie, Notfallmedizin, Posttraumatische Belastungsstörungen, Psychobiologie, Psychotraumatologie, PTSD, Rettungsmedizin, Schmerztherapie, Sedativa, Stress, Unfallforschung

Zum Inhalt

Nach moderaten oder schweren Unfällen leiden einige der betroffenen Personen unter andauernden körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen. Es gibt Hinweise darauf, dass sich auch ernsthafte psychische Folgeerkrankungen durch ein traumatisches Unfallereignis herausbilden können (z.B. Depressionen oder Posttraumatische Belastungsstörungen). Die Aufdeckung und genaue Erforschung von Symptomen, die das Risiko für die Entstehung einer derartigen Störung erhöhen, kann dazu verhelfen, gefährdete Patienten schon frühzeitig zu identifizieren und zu betreuen.

Akute Belastungssymptome wie Dissoziationen und Intrusionen gelten als die bestnachgewiesenen Prädiktoren für die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Bestimmte in der Rettungsmedizin verwandte Analgetika/Sedativa rufen - neurobiologisch vermittelt - psychomimetische Begleiterscheinungen hervor, die solchen Akutstresssymptomen gleichen.

In der explorativen Studie wurde der Einfluss der notfallmedizinischen Schmerztherapie auf die Entstehung und den Verlauf von posttraumatischen Belastungssymptomen in drei aufeinander aufbauenden Studien an Unfallopfern erstmalig untersucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Applikation eines bestimmten Analgosedativums in der akuten Stressphase nach einem Unfallereignis zu einer Verstärkung oder Modulierung posttraumatischer Belastungsreaktionen auf allen Symptomebenen führen kann. Mögliche Implikationen dieser Studienergebnisse für die weitere psychotraumatologische Unfallforschung und die Patientenversorgung werden diskutiert.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben