Doktorarbeit: Die geheime Fliegerrüstung in der Weimarer Republik 1919-1933

Die geheime Fliegerrüstung in der Weimarer Republik 1919-1933

Studien zur Zeitgeschichte, Band 63

Hamburg 2007, 388 Seiten
ISBN 978-3-8300-3251-9 (Print), ISBN 978-3-339-03251-5 (eBook)

1919-1933, Deutschland, Fliegerrüstung, Fliegerrüstungsperiode, Fliegertruppe, Flugausbildung, Flugzeugbau, Geschichtswissenschaft, Industrielle Vorbereitung, Junkers, Kriegsflugzeuge, Reichswehr, Rüstung, Versailler Vertrag, Weimarer Republik

Zum Inhalt

Erste streng geheime Überlegungen zur Bildung einer Fliegertruppe begann die Reichswehr bereits 1919. Um die Verbote des Versailler Vertrages zu umgehen, traf der General v. Seeckt, gebilligt von der Reichsregierung, Vereinbarungen mit Russland zur Errichtung eines Flugzeugwerkes der Firma Junkers in Fili und einer getarnten Ausbildungs- und Erprobungsstelle in Lipezk. Differenzen über die Finanzierung und die starre Haltung gegenüber der Reichswehr führten später zur Entmachtung von Junkers durch die Nationalsozialisten. Die Besetzung des Ruhrgebiets veranlasste die Reichswehr zu detaillierten Planungen der Truppenstärke bis zu 63 Divisionen einschließlich der Luftstreitkräfte. Mögliche technische Entwicklungen führten in allen europäischen Ländern zu Überlegungen über die Rolle der Luftstreitkräfte. In der Reichswehr waren Richtlinien für die Führung eines operativen Luftkrieges das Ergebnis. Die Fliegerrüstungsperiode ab 1927 diente vor allem der Entwicklung von Kriegsflugzeugen und der der Vorbereitung der Industrie auf eine spätere Massenfertigung. Personal und Organisation waren vorhanden. Die Entwicklung der Flugzeugmotoren konnte mit den Fortschritten im Flugzeugbau nicht mithalten. Schon sehr früh wurde erkannt, dass die Versorgung mit Flugbenzin im Konfliktfall durch synthetische Treibstoffe erfolgen musste. Die Zahl der einsatzbereiten Kriegsflugzeuge war zwar bei der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wegen der begrenzten Mittel gering; die industrielle Vorbereitung, die Organisation der Reichswehr und die erfolgte fliegerische Ausbildung der Führungskräfte ermöglichte dann aber eine rasante Beschleunigung der Fliegerrüstung.

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