Dissertation: Erfassung und Bedeutung der Umweltbesorgnis in der Umweltmedizin

Erfassung und Bedeutung der Umweltbesorgnis in der Umweltmedizin

HIPPOKRATES – Schriftenreihe Medizinische Forschungsergebnisse, Band 73

Hamburg 2007, 132 Seiten
ISBN 978-3-8300-3138-3 (Print), ISBN 978-3-339-03138-9 (eBook)

Epidemiologie, Fragebogen, Gesundheit, Medizin, Pathogenese, Umwelt, Umweltangst, Umweltbesorgnis, Umweltfaktoren, Umweltmedizin

Zum Inhalt

Die Umweltmedizin beschäftigt sich mit den Wirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit des Menschen. Bei der umweltmedizinischen Bewertung vermuteter umweltassoziierter Gesundheitsbeschwerden lässt sich jedoch eine tatsächliche Belastung durch Umweltfaktoren nur in wenigen Fällen nachweisen. Das führt zu der Überlegung, dass neben einer tatsächlichen Belastung auch umweltbezogene Ängste und Sorgen zur Pathogenese umweltassoziierter Beschwerden beitragen können. Der Verfasser untersucht die Bedeutung umweltbezogener Ängste und Sorgen, und legt den Fokus dabei auf die sog. Umweltbesorgnis. Die Umweltbesorgnis ist ein Konstrukt, welches den kognitiven Aspekt der Ängste und Sorgen hervorhebt und physiologische Reaktionen unberücksichtigt lässt. Umweltbesorgnis entsteht immer dann, wenn aus Sicht des Individuums bedrohliche Umweltfaktoren eine Gefährdung der persönlichen Gesundheit darstellen.

Das Anliegen des Autors ist es, die Bedeutung der Umweltbesorgnis im Kontext umweltmedizinischer Fragestellungen herauszuarbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Erhebung und die Bewertung der Umweltbesorgnis umweltmedizinischer Patienten und umweltepidemiologischer Kollektive, die im Zeitraum von 1993 bis 2005 befragt worden sind. Es werden demographische, umweltmedizinische und testtheoretische Aspekte berücksichtigt, die die Ausprägung der individuellen Besorgnis beeinflussen können. Der Autor untersucht und diskutiert die These, ob die Umweltbesorgnis einen Einfluss auf beobachtete Zusammenhänge zwischen spezifischen Umweltfaktoren und berichteten gesundheitlichen Beschwerdehäufigkeiten hat und somit in die umweltmedizinische Bewertung miteinbezogen werden sollte.



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