Doktorarbeit: Namensmerchandising

Namensmerchandising

Die Kommerzialisierung und Monopolisierung der Persönlichkeit ausgehend vom Familiennamen als Marke

Schriften zum Persönlichkeitsrecht, Band 1

Hamburg 2007, 354 Seiten
ISBN 978-3-8300-3117-8 (Print & eBook)

Rezension

[...] Die Monographie ist beunruhigend, denn sie stellt die Entwicklung der Marke vom Herkunftszeichen zu eigenständiger verkäuflicher Ware und des Menschennamens vom Zugehörigkeitsmerkmal zum Handelsobjekt dar. Es ist gut, auf diese Entwicklung mit der sorgfältigen Klarheit und Deutlichkeit hinzuweisen, die der Dissertation eigen sind.
[...] Wertvoll [...] sind die häufigen Hinweise auf die Rechtsprechung. [...]

Julius Effenberger, in:
UFITA - Archiv für Urheber-, Film- und Medienrecht, 2009/III

Geldwert, Kapitalisierung, Markenpersönlichkeit, Namen als Marke, Namensrecht, Persönlichkeitsdetail, Persönlichkeitsrecht, Rechtswissenschaft, Schutzgegenstand, Wirtschaftliches Substrat der Persönlichkeit

Zum Inhalt

Tina Turner verzichtete bei Ihrer Scheidung auf alle Tantiemen, sonstige Lizenzeinnahmen und mögliche Rechte. Einzig ihren damals schon weltweit bekannten Künstlernamen behielt sie bei.

Was ist es, das den Namen wirtschaftlich so interessant macht? Wie kann man den eigenen Namen „zu Geld machen“? Woran knüpft der Geldwert an? Wie kann man den eigenen Namen monopolisieren? Und wie kann man schließlich eine Kommerzialisierung und Monopolisierung durch Dritte verhindern?

Die Kapitalisierung der Beliebtheit mit und durch den Namen ist Inhalt dieses Buches.

Am Namen als Marke bestehen die unterschiedlichsten Interessen. Aus ihnen begründen sich Rechte. Diese Rechte sollen und können eine Kommerzialisierung und Monopolisierung sehr wohl ermöglichen, aber auch verhindern. Maßgebend ist dabei das Spannungsverhältnis zwischen personaler Verbundenheit und wirtschaftlicher Verfügbarkeit. Hieraus entwickelt sich der Geldwert der an ein Persönlichkeitsdetail anknüpft und so die Markenpersönlichkeit prägt.

Der Übergang vom Persönlichkeitsdetail zur Markenpersönlichkeit wird mit der These vom wirtschaftlichen Substrat der Persönlichkeit beschrieben. Sie definiert den Schutzgegenstand neu und dient als dogmatische Grundlage für das Verständnis von Kommerzialisierung und Monopolisierung der Persönlichkeit. Hierdurch wird deutlich, dass der Name und die Marke jeweils nur der Mantel der Interessen, der Mantel des wirtschaftlichen Substrats der Persönlichkeit sind. Der Mantel, an welchen der Rechtsschutz notwendigerweise anknüpft und anknüpfen muss.



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