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Doktorarbeit: Die militärische Nuklearpolitik der USA nach dem Ost-West-Konflikt

Die militärische Nuklearpolitik der USA nach dem Ost-West-Konflikt

Schriften zur interna­tionalen Politik, Band 20

Hamburg 2007, 248 Seiten
ISBN 978-3-8300-3069-0

Rezension

, ZPol 07.04.08

» [...] hervorzuheben ist, dass Richter für diese Studie in den USA sieben Interviews mit Personen führte, die unterschiedliche Perspektiven einnahmen. Unter anderem auch auf sie stützt er seine wesentliche These, wonach der Stellenwert von Atomwaffen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts in der allgemeinen US-Außenpolitik „wesentlich gesunken“ (132) sei. Die Frage allerdings, ob sich die USA in jüngster Zeit nennenswert um eine nukleare Abrüstung bemüht hätten, sei allenfalls mit einem „Ja, aber“ zu beantworten: „George W. Bush möchte durchaus nuklear abrüsten, aber er will sich nicht dazu verpflichten und seine Meinung jederzeit wieder ändern können.“ «

Atomwaffen, Nuklearpolitik, Nuklearwaffen, Politikwissenschaft, Proliferation, Sicherheitspolitik, Strategische Studien, USA

Zum Inhalt

Atomwaffen ist nach dem Ende des Kalten Krieges deutlich weniger Beachtung geschenkt worden als davor. Dabei bestehen gewaltige nukleare Arsenale fort und sind gute Beziehungen zwischen den Großmächten keine Selbstverständlichkeit. Auch könnte ein Atomkrieg unbeabsichtigt oder unautorisiert ausbrechen.

Benjamin Richters Studie sucht nach einer Erklärung für die Nuklearpolitik jener Macht, die das größte, ausdifferenzierteste und modernste nukleare Arsenal der Welt besitzt: die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie zeigt Widersprüche in der vorhandenen Literatur zu diesem Thema auf und löst sie auf innovative Weise.

In einem ersten Schritt werden die verschiedenen Erklärungsmöglichkeiten für die militärische Nuklearpolitik der USA diskutiert. Sodann wird aus jeder möglichen Erklärung eine Prognose abgeleitet, wie sich die Nuklearpolitik nach dem Ost-West-Konflikt hätte entwickeln müssen, wenn die entsprechende Erklärung zuträfe. Schließlich erfolgt ein Vergleich der Prognosen mit der Realität. Er erlaubt Rückschlüsse auf die Qualität der einzelnen Erklärungsmöglichkeiten.

Sowohl die politischen als auch die militärischen Aspekte der amerikanischen Nuklearpolitik werden in Betracht gezogen. Ihr außenpolitischer Stellenwert wird ebenso erörtert wie die Rüstungskontroll- und Abrüstungspolitik, die Nuklearstrategie und die Entwicklung der Atomstreitkräfte, letztere unter anderem hinsichtlich Zielplanung und Alarmbereitschaft.

In die Analyse mit ein fließen Erkenntnisse, die Richter bei Interviews mit nuklearen Entscheidungsträgern, Beratern und Wissenschaftlern in Washington, D. C., gewonnen hat. Seine Studie schließt nicht nur mit einer Antwort auf die Frage, was die US-Nuklearpolitik nach dem Kalten Krieg erklärt. Sie gibt auch einen Ausblick darauf, welche Folgen dies für ähnliche politikwissenschaftliche Untersuchungen hat.

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