Doktorarbeit: Das Strafverfahren als immaterielle Wiedergutmachung

Das Strafverfahren als immaterielle Wiedergutmachung

Die aktiven Beteiligungsrechte des Verletzten im Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof und in ausgewählten nationalen Strafverfahren

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 81

Hamburg 2007, 356 Seiten
ISBN 978-3-8300-2739-3 (Print & eBook)

Beteiligungsrechte, Internationaler Strafgerichtshof, Internationales Recht, Jugoslawientribunal, Kriegsverbrechen, Opfer, Rechtsvergleichung, Rechtswissenschaft, Strafgerichtshof, Strafrecht, Strafverfahren, Wiedergutmachung

Zum Inhalt

Die Gründung des Ständigen Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
kann als Meilenstein in der Geschichte des Internationalen Strafrechts
gefeiert werden. Mit der Errichtung des IStGH erklärte die internationale
Gemeinschaft, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlich-
keit, Völkermord und Aggression nicht länger toleriert werden und sich
die Täter dieser Verbrechen vor einem selbständigen Gericht unabhän-
gig von Ort und Zeit der Straftaten zu verantworten haben.

Die Aufgabe des IStGH beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Straf-
verfolgung der Täter von Menschenrechtsverletzungen, sondern hat
auch die Situation der Opfer im Blick. Die Verfahren sollen auch den im-
materiellen Wiedergutmachungsbedürfnissen der Opfer dienen.
Entsprechend sieht das Verfahrensrecht des IStGH aktive Beteiligungs-
rechte für die Verletzten im Verfahren vor. Der genaue Umfang dieser
aktiven Mitwirkungsbefugnisse ist Fokus der Studie: Wurde ein neuer
Standard der aktiven Opferbeteiligung im (internationalen) Strafverfah-
ren geschaffen?

Zur Beantwortung dieser Frage erfolgt zunächst ein kurzer historischer
Abriss über die Mitwirkungsmöglichkeiten von Opfern in nationalen Straf-
verfahren, bevor rechtsvergleichend die aktiven Beteiligungsrechte der
Verletzten im deutschen, französischen und US-amerikanischen Strafver-
fahren dargestellt und analysiert werden.
Das Ergebnis dieser Analyse wird für die darauf folgende eingehende
Betrachtung des Verfahrensrechts des IStGH und seines Vorgängers,
des Jugoslawientribunals (ICTY), fruchtbar gemacht.
Abschließend wird ein Konzept zur idealen Umsetzung berechtigter
immaterieller Opferinteressen in den Verfahren am IStGH entworfen.



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