Forschungsarbeit: Die Umwertung aller Werte nach Nietzsche

Die Umwertung aller Werte nach Nietzsche

Der Ausgangspunkt jeder zukünftigen Metaphysik und Lebensverständigung unter dem Blickpunkt des Gedichts „Bitte“

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 76

Hamburg , 98 Seiten

ISBN 978-3-8300-2715-7 (Print)
ISBN 978-3-339-02715-3 (eBook)

Zum Inhalt

Diese Studie versucht Nietzsche als einen Autor der Vergangenheit für die Zukunft zu begreifen und zu verstehen. Dabei bilden Nietzsches Werke den Ausgangpunkt einer nachgehenden und aktualisierten Forschung. Der häufig gezogene Vergleich seiner Texte mit der freudianischen Psychologie ist sehr gerechtfertigt, doch gleichzeitig mangelhaft. Darüber gibt die Geschichte dieser philosophischen Texte hilfreich Aufschluss. Sie bezeugen, dass wir die enigmatische Frage nach der epistemologischen Bewertung des menschlichen Handelns entdecken können.

Der Forschungsweg durch die gesamten Werke Nietzsches versucht dieses Rätsel zu entziffern. Das Ziel ist es, diesem Rätsel eine gegenwärtige Wirklichkeit seiner beleidigenden, fremden oder anscheinend so unglaublich fernen Sentenzen zu übergeben. Ausgangspunkt dieser Forschung sind die phänomenologischen Daseinsstrukturen der Heideggerschen Nietzsche-Interpretation. Seine Interpretation hat die allgemeine Verständigung der Nietzscheschen Werken offensichtlich beeinflusst. Dies scheint determinierend zu sein, da auf diese Art der phänomenologische Horizont jener Werken geöffnet wird. Doch dieser Horizont wird auf der Ebene einer Selbsterkenntnistheorie aufgebaut; dabei werden auch die Werke Nietzsches mit Manfred Franks Forschungen über die Selbstbewusstseinstheorien in Verbindung gesetzt. Unter dieser Absicht werden Texte von Fichte, Novalis und Hölderlin rezipiert. Sie sind sehr gute Indizien dafür, verständlicher zu machen, was die Texte Nietzsches ausdrücken möchten. Die Umwertung aller Werte und der Versuch ihrer Vollbringung in seinem Hauptwerk „Der Wille zur Macht“ deuten auf eine Veränderung in den psychologischen und idealistischen Denkstrukturen. Die Philosophie Nietzsches lehnt das idealistische Bewusstsein (Ich) ab. Sie überwindet auch die bestimmenden Grenzen des Unbewusstseins (Es). Nietzsche begründet die Entstehung einer neuen Metaphysik. Phänomenologie, Prozess und Hermeneutik sind das Ergebnis einer „fröhlichen Wissenschaft“. Sie sind das neue Ziel, das das „dämonische Auge“ in Betracht ziehen möchte.

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