Dissertation: Die neue Europäische Insolvenzverordnung

Die neue Europäische Insolvenzverordnung

Ihre Auswirkungen auf das Internationale Insolvenzrecht ausgewählter Mitgliedstaaten

Insolvenzrecht in Forschung und Praxis, Band 11

Hamburg , 340 Seiten

ISBN 978-3-8300-2474-3 (Print)
ISBN 978-3-339-02474-9 (eBook)

Zum Inhalt

Die Studie verbindet unterschiedliche Aspekte des Internationalen Insolvenzrechts:
Zunächst werden Geschichte und Entwicklung des Internationalen Insolvenzrechts dargestellt, insbesondere im Hinblick auf internationale Abkommen in diesem Bereich. Es werden außerdem Grundprinzipien des Internationalen Insolvenzrechts besprochen, die im weiteren Verlauf auch für die Regelungen der Europäischen Insolvenzverordnung von Bedeutung sind. Um die Europäische Insolvenzverordnung zu begreifen, ist es wichtig, die Vorgängerregelungen und die kontroverse Entstehungsgeschichte zu kennen. Beides wird ausführlich diskutiert. Außerdem beleuchtet Birgit Melanie Kompat einzelne Erwägungsgründe, die zur Einführung der EuInsVO geführt haben und verfolgt durchgehend die Frage, inwieweit die dort gesteckten Ziele erfüllt wurden.

Der Hauptteil des Buches widmet sich der Darstellung der EuInsVO, kommentiert die einzelnen Vorschriften unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung, erklärt die in der Verordnung aufgenommenen Prinzipien des Internationalen Insolvenzrechts und stellt damit verbundene Streitpunkte dar. Kompat stellt das Prinzip des Insolvenz-Hauptverfahrens und des Sekundärverfahrens sowie damit verbundene Fragestellungen vor. Dabei geht sie auf die fehlende Regelung der Konzerninsolvenzen, auf die damit verbundene höchst strittige Auslegung des Begriffs „Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen“ sowie der Insolvenzen von ausländischen Tochtergesellschaften anhand von aktueller Rechtsprechung umfassend ein. Des Weiteren werden die sämtliche Kollisionsnormen der EuInsVO sowie damit verbundene strittige Fragen wie die Behandlung gesicherter Gläubiger besprochen. Im Zusammenhang mit Sekundärverfahren behandelt Kompat die Normen zur Kooperation zwischen Haupt- und Sekundärverfahren, diskutiert dabei strittige Fragen und unterbreitet Vorschläge zur verbesserten Zusammenarbeit.

Schließlich zeigt die Verfasserin die Auswirkungen der EuInsVO auf das Internationale Insolvenzrecht der Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und England auf. Besprochen werden die erfassten Insolvenzverfahren, die unterschiedliche Auslegung des Begriffs „Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen“ durch die nationalen Gerichte – insbesondere in England –, die Behandlung gesicherter Gläubiger, die Befugnisse der Insolvenzverwalter sowie die Regelungen zur Anerkennung ausländischer Insolvenzverfahren. Dabei geht Birgit Melanie Kompat rechtsvergleichend auf nationale Besonderheiten ein, die im Zuge der Geltung der EuInsVO verändert wurden bzw. abgeschafft werden mussten.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die EuInsVO ein bedeutendes Werk mit großen praktischen Auswirkungen ist, das dennoch an einigen Stellen der Nachbesserung bedarf. Hierfür nennt die Verfasserin konkrete Vorschläge.

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