Doktorarbeit: Hekate

Hekate

Untersuchungen zur dreigestaltigen Göttin

mit CD-ROM

ANTIQUITATES – Archäologische Forschungsergebnisse, Band 37

Hamburg , 522 Seiten

ISBN 978-3-8300-2452-1 (Print)
ISBN 978-3-339-02452-7 (eBook)

Rezension

[...] Die Historikerin Nina Werth hat sich diesem Mythos genähert, indem sie eine sehr genaue ikonografische Untersuchung vorgenommen hat. [...]
Nur die Göttin Hekate findet sich bis ins 4. Jahrhundert nach Christus als dreifache Figur in Stein gemeißelt – sie wurde dargestellt im sogenannten Hekateion. Mit dieser Darstellungsform befasst sich die Autorin mit wissenschaftlicher Präszision. Sie stellt dem bislang divergenten Bild dieser Göttin eine klärende Analyse entgegen, indem sie historische Quellen, bereits vorhandene Forschungsergebnisse und vor allem die erhalten gebliebenen bildnerischen Darstellungen der Göttin Hekate hinzuzieht.
Nina Werths Arbeit zur dreigestaltigen Göttin aus dem Verlag Dr. Kovac dürfte für all jene interessant sein, die sich dem Thema rein wissenschaftlich nähern möchten. Wer ein esoterisch verklärtes Hekate-Bild erwartet, dürfte enttäuscht sein. Hier wurde seriös geforscht, zahlreiche Fußnoten und ein 250 seitiger Anhang mit Abbildungen, Katalognummern der Skulpturen und Reliefs, sowie eine umfangreiche Bibliografie zeugen davon.
Am Ende aber bleibt die griechische Göttin auch für die engagierte Wissenschaftlerin immer noch ein wenig rätselhaft in ihrer Allmächtigkeit, die sich in den zahllosen Attributen und Symbolen von Hekates Abbildern manifestiert.
3sat Kulturzeit, 31.05.2007

Zum Inhalt

Die Studie beschäftigt sich mit dem Bild der griechischen Göttin Hekate, das um 430 v. Chr. vom Künstler Alkamenes geschaffen wurde, und das sich frappant vom „üblichen“ klassisch-griechischen Götterbild unterscheidet. Das sogenannte Hekateion zeichnet sich aus durch seine Dreileibigkeit, den Archaismus der einzelnen Figuren, sowie deren altertümliche Stilisierung, wie sie etwa in der starren Körperhaltung entgegentritt.

Diese Andersartigkeiten werden hier erstmals auf ihre Ursprünge und Aussagen hin untersucht. Danach ergibt sich ein von der bisherigen Auffassung abweichendes Bild von Ursprung und Charakter der Göttin. So wird die kleinasiatische Herkunft der dreileibigen Hekate unwahrscheinlich, ihre Verbindung mit dem Dreiweg erscheint als nebensächlich und willkürlich, ihre Bedeutung als Geister- und Gespensterherrin entwickelt sich erst nachträglich.

Auch die Aussagen der von den einzelnen Figuren mitgeführten Gegenstände werden genauer betrachtet, denn auch sie erklären das Wesen der Göttin. Durch die Klärung dieser Aussagen kann der Charakter dieser außergewöhnlichen Göttin exakter beschrieben und erläutert werden.

Ein völlig neuer, bislang unbeachteter Aspekt ist der der Raumwirkung des Hekateions. Damit bietet sich die Möglichkeit, den besonderen Aufbau des Males losgelöst von seiner mutmaßlichen Aufstellung an Dreiwegen zu erklären. Es erweist sich dabei, dass schon im späten 5. Jahrhundert v. Chr. eine rundplastische Figur geschaffen wurde, die sich auf ihren Umraum bezieht, und zwar auf ihre ganz eigene und spezielle Weise.

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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