Dissertation: Ausdauersport bei inaktiven Älteren

Ausdauersport bei inaktiven Älteren

Präventive Effekte intermittierender und kontinuierlicher Ausdauerbelastungen bei inaktiven Älteren unter besonderer Berücksichtigung der Herzfrequenzvariabilität

HIPPOKRATES – Schriftenreihe Medizinische Forschungsergebnisse, Band 72

Hamburg , 270 Seiten

ISBN 978-3-8300-2376-0 (Print)
ISBN 978-3-339-02376-6 (eBook)

Zum Inhalt

Trotz des enormen präventiven Potentials regelmäßiger körperlicher Aktivität bei einer Senkung des individuellen Morbiditäts- und Mortalitätsrisikos, ist die Mobilisierung der aus demographischen und sozioökonomischen Gesichtspunkten zunehmend relevanten Zielgruppe inaktiver Älterer bislang nur unzureichend gelungen. Bei vielfältigen „Bewegungs-Barrieren“ und einer hohen Drop-Out-Quote, muss das Hauptanliegen zielgruppenspezifischer Gesundheitssportprogramme die Aktivierung und dauerhafte Bindung an Sport und Bewegung sein. Besonderes Augenmerk gilt dabei neben der Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit insbesondere der Erzielung positiver Bewegungserfahrungen sowie der Vermeidung übermäßiger vegetativer Stressbelastung im Sinne des erhöhten belastungsassoziierten Risikos kardialer Zwischenfälle („exercise paradox“). Ein potentiell erfolgversprechender Belastungsmodus ist diesbezüglich das intermittierende Training (IT), welches auf dem primärpräventiven Sektor bis dato kaum Beachtung fand, wenngleich sich das sog. „Pausentraining“ in der Sekundarprävention bereits als effektive, schonende und aus subjektiver Sicht adäquate Belastungsform etablieren konnte.

Diese Querschnittstudie hat die vergleichende Untersuchung akuter kardiovaskulärer, autonomer und psychophysischer Effekte klassischer kontinuierlicher und individualisierter, intermittierender („PULSE-IT“) Ausdauerbelastungen auf dem Fahrradergometer bei inaktiven Älteren zum Ziel.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der neuartige PULSE-IT-Modus im Vergleich zu herkömmlichen Dauerbelastungen mit vergleichbaren kardiorespiratorischen Akuteffekten einhergeht, wobei eine stärkere Förderung der peripheren Muskulatur nach IT angenommen werden kann. Parallel erscheint IT auch im Hinblick auf die Alterationen der autonomen Regulation als gleichwertig. Die relativ geringen Auslenkungen des Vegetativums deutet auf eine insgesamt stress- und risikoarme Trainingsbelastung hin. Angesichts des signifikant geringeren Belastungsempfindens in der Nachbelastungsphase könnte sich das PULSE-IT als vorteilhaft zur Überwindung der „Einstiegshürde“ bzw. von Aktivitätsbarrieren bei körperlich dekonditionierten Personengruppen herausstellen und langfristig die Bindung an regelmäßiges, körperlich-sportliches Gesundheitsverhalten positiv beeinflussen.
Schlussfolgernd scheint der IT-Modus in der Primärprävention, v.a. zu Trainingsbeginn, ein alternativer und schonender sowie aus motivational-emotionaler Sicht geeigneter Einstieg in ein regelmäßiges körperliches Training zu sein, um mit zunehmender Verbesserung der Leistungsfähigkeit weitere Trainingsinhalte und -formen zu ergänzen.

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