Dissertation: Strom- und Bestandsgrößen in der Ökonomik

Strom- und Bestandsgrößen in der Ökonomik

Die Verknüpfung am Beispiel der Konsumfunktion

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 109

Hamburg , 312 Seiten

ISBN 978-3-8300-2141-4 (Print)
ISBN 978-3-339-02141-0 (eBook)

Zum Inhalt

Das Konsumverhalten privater Haushalte hat in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Überwiegend dienten Stromgrößen wie das Faktoreinkommen oder der Konsum der Vorperiode als erklärende Variablen. Auf empirischer Ebene kollidiert eine solche Beschränkung mit der hohen Bedeutung, die der gesamtwirtschaftliche Vermögensbestand inzwischen in Relation zur Stromgröße eingenommen hat. Zudem bieten Preisblasen auf den Aktien- und Immobilienmärkten und auch Naturkatastrophen aktuellen Anlass, die reine Strömeökonomik um Bestandswirkungen auf den Konsum zu erweitern.

(Wie) Lässt sich dieser Einfluss des Vermögens auf den privaten Konsum in eine Konsumfunktion integrieren? Antwortansätze und Quantifizierungsversuche liegen bereits vor. Sie verkürzen gelegentlich die theoretische Einbettung auf ein Minimum oder berücksichtigen nicht die typischen Eigenheiten von Strom- bzw. Bestandsgrößen. Deshalb stellt das Werk von Sabine Klinger diese Charakteristika sowie den Stand der Diskussion dar, um schließlich gelungene Ansätze aufzuzeigen und manche Defizite in einem eigenen Modellierungsvorschlag zu beheben.

Die Verfasserin erläutert zunächst ökonomische Strom- und Bestandsgrößen in einem allgemeinen Kontext und stellt die Dimensionsanalyse als ein geeignetes Abgrenzungskonzept vor. Diese Erkenntnisse werden dann auf den Konsumstrom und den Vermögensbestand angewandt, auch um über die statistische Adäquation beider Größen Klarheit zu gewinnen. Eine Matrix der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Haushaltssektors zeigt das Zusammenwirken von Strömen und Umbewertungen als Komponenten der Bestandsentwicklung. In Verbindung mit den Zielen des Bestandsaufbaus schließt Sabine Klinger daraus, dass die Konsumentscheidung in der Folgeperiode vom Vermögensbestand beeinflusst wird. Als Übertragungskanäle für diesen Einfluss identifiziert die Matrixanalyse das Finanzierungspotenzial des Vermögens, das Verbrauchervertrauen und die Haushaltsbilanz. Die Aufarbeitung theoretischer und ökonometrischer Studien aus der Perspektive der Übertragungskanäle liefert Ansatzpunkte zu positiver und negativer Kritik. Einige dieser Punkte werden in einem Bestandsanpassungsmodell aufgefangen, das auch verhaltensökonomische Strategien berücksichtigt.

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