Doktorarbeit: Bewertung see- und landgestützter Transportketten im Ostseeraum

Bewertung see- und landgestützter Transportketten im Ostseeraum

Wirtschaftliche und umweltbezogene Aspekte

Logistik-Management in Forschung und Praxis, Band 8

Hamburg 2005, 346 Seiten
ISBN 978-3-8300-2127-8 (Print), ISBN 978-3-339-02127-4 (eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Landverkehr, Logistik, Seeverkehr, Shortseashipping, Transportkette, Transportkosten, Umweltbewertung, Verkehrsträger

Zum Inhalt

Die verkehrs- und umweltpolitische Grundforderung an den Verkehr besteht heute im Streben um eine nachhaltige Mobilität. Diese zeichnet sich sowohl durch einen niedrigen Kosten- und Zeitaufwand im Verkehr selbst, als auch durch möglichst geringe Umweltbelastungen durch den Verkehr aus, damit auch künftige Generationen die Vorzüge einer hohen Personen- und Güterverkehrsmobilität genießen können.

Den Schwerpunkt vor diesem Hintergrund die Ableitung eines methodischen Instrumentariums zur aggregierten wirtschaftlichen und umweltbezogenen Bewertung see- und landgestützter Transportketten und dessen Anwendung auf Fallstudien im Ostseeraum. Zahlreiche aktuelle Studien der EU und anderer Institutionen werden zur Erfassung der verschiedenen Elemente der verkehrsbedingten Umweltbelastung herangezogen.

Mit dem Vergleich von Fallstudien des Straßengüter- und Shortseaverkehrs auf langen West-Ost-Relationen im südlichen Ostseeraum wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die Transportkettenbewertung bei einer über wirtschaftliche Aspekte hinausgehenden Internalisierung externer Umweltwirkungen verändern würde.

Die Arbeit zeigt erstens, dass allein mit den heute üblichen betriebswirtschaftlichen Kriterien keinesfalls die ökologisch günstigste Variante im Sinne der nachhaltigen Mobilität gewählt werden kann. Zweitens würde eine Internalisierung externer Umweltkosten des Verkehrs die Wettbewerbsfähigkeit seegestützter Transportalternativen deutlich verbessern. Die Vorteile nach sozialen Gesamtkosten können drittens nicht pauschaliert sondern müssen aus dem differenzierten Zusammenwirken der Einflussgrößen fallweise relationsbezogen ermittelt werden.

Mit der erarbeiteten Methodik können konkrete Vorteile seegestützter Transportketten bei Anwendung des Kriteriums sozialer Gesamtkosten nachgewiesen werden, womit vielfältige Möglichkeiten einer praktischen Nutzung aus Sicht des Shortseaverkehrs im Sinne des „from road to sea“ offen stehen.

Das Werk stellt einen verkehrswissenschaftlichen Beitrag zur Diskussion über die Internalisierung der externen Umweltkosten dar. Damit wird erstmalig eine derart komplexe Untersuchung für den Ostseeraum vorgelegt.



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