Doktorarbeit: Indonesische Migranten in Deutschland

Indonesische Migranten in Deutschland

Eine migrationssoziologische und soziokulturelle Untersuchung über die Lebenssituation einer Migrantenminorität am Beispiel des Großraums München

Studien zur Migrationsforschung, Band 6

Hamburg 2006, 260 Seiten
ISBN 978-3-8300-1933-6 (Print & eBook)

Indonesien, Migranten, Migration, Migrationsforschung, Migrationssoziologie, Migrationstheorie, Politikwissenschaft, Soziologie

Zum Inhalt

Die indonesischen Migranten in Deutschland haben als eine besondere Migrantengruppe, dabei bezogen auf die Gesamtheit der Migranten, nur eine quantitativ und somit gesellschaftlich geringfügige Bedeutung. Ihre Zahl beläuft sich auf ca. 11.200 Personen (Stand 2000). Dennoch unterliegen auch sie den sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Prozessen hinsichtlich der Migrationssituation in Deutschland. Welche sich aber für die indonesische Migrantengruppe anscheinend eher unbemerkt und weniger gesellschaftlich bedeutungsvoll gestaltet.

Somit sind die indonesischen Migranten bisher auch kaum für die deutsche Migrationsforschung von sozialwissenschaftlicher Relevanz. Das Buch stellt diesbezüglich einen praktischen Versuch dar, dieses defizitäre Wissen sozialwissenschaftlich fundiert an der beispielhaften Beschreibung der konkreten Lebenssituation von untersuchten indonesischen Migranten zu korrigieren. Sie soll des Weiteren generell dazu beitragen, sozialwissenschaftliche Erkenntnisse über diese Migranten beziehungsweise Migrantenminorität zu gewinnen. Dadurch soll unter Umständen auch ein mögliches weitergehendes Forschungs- und Erkenntnisinteresse für diese Migrantengruppe auf Seiten der Migrationsforschung geweckt werden.
Der Hauptgesichtspunkt des Forschungsansatzes dieses Werkes stellt dabei die Beschreibung des soziokulturellen Hintergrunds der Indonesier dar. Dieser Aspekt wird dabei zur migranten Lebenssituation der untersuchten Migranten in Bezug gesetzt. Der soziokulturelle Faktor bildet den eigentlichen Kernpunkt dieser Untersuchung und stellt somit den größten Erkenntnisgewinn dieses Buchs dar.

Der Autor unternimmt weiterhin den Versuch, ein gefächertes und zusammenhängendes Gesamtbild über die internale und internationale Migration von Indonesiern in ihrer historischen und modernen Entwicklung zu präsentieren, um die Komplexität des weltweiten Phänomens der Migration am indonesischen Beispiel zu verdeutlichen. Diese Darstellung dient vor allem auch dazu, dem Leser ein Wissen über die Hintergründe und Bedingungen der indonesischen Migration zu vermitteln. Eine besondere Bedeutung kommt dabei auch der internalen Migration innerhalb Indonesiens zu, wie sie auch in vielen anderen Ländern der sogenannten Dritten Welt zu beobachten ist.

Der Autor des Werks hegt den Wunsch, dass diese Veröffentlichung dazu dienen wird, sowohl die Indonesier im Allgemeinen als auch die indonesischen Migranten in Deutschland im Besonderen, dem Leser näher zu bringen und bekannt zu machen. Vielleicht ergibt sich eine gewisse Neugier auf Seiten der Leser, vor allem derjenigen aus der Migrationsforschung, sich mit den Indonesiern und Indonesien und unter Umständen mit dieser besonderen Migrantengruppe weiterhin theoretisch und praktisch befassen zu wollen. Auf jeden Fall wäre es diesem Werk zu wünschen.



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