Dissertation: Wie das Selbst das Denken steuert

Wie das Selbst das Denken steuert

Der Einfluss independenten und interdependenten Selbstwissens auf die Anwendung exekutiver Funktionen zur Steuerung und Kontrolle der Informationsverarbeitung

Schriften zur Sozialpsychologie, Band 6

Hamburg 2005, 218 Seiten
ISBN 978-3-8300-1858-2 (Print), ISBN 978-3-339-01858-8 (eBook)

Exekutive Kontrollfunktion, Informationsverarbeitung, Inhibition, Kontextabhängigkeit, Kulturunterschied, Psychologie, Selbstkonzept, Selektive Aufmerksamkeit, Sozialpsychologie

Zum Inhalt

Wie beeinflusst unser Selbstbild unser Denken, Fühlen und Handeln? Warum wirkt sich das Wissen, das wir über uns selbst im Gedächtnis gespeichert haben, systematisch auf die Wahrnehmung und Interpretation von Umweltreizen aus? Während diese Fragen traditionell aus der Sicht der kulturvergleichenden Selbstkonzeptforschung betrachtet wurden, fokussieren aktuelle sozial-kognitive Theorien zunehmend die kognitiven Aspekte selbstbezogenen Wissens. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand bietet das vorliegende Buch eine Spezifikation der kognitiven Prozesse, mittels derer unterschiedliche Selbstdefinitionen die Verarbeitung von Information differentiell beeinflussen. Im Mittelpunkt der Analyse des Selbst stehen erstmals exekutive Kontrollfunktionen, d.h. komplexe mentale Prozesse, die steuern, wie wir Informationen verarbeiten. Es werden experimentelle und quasiexperimentelle Befunde aus Reaktionszeitstudien dokumentiert, die zeigen, dass Unterschiede im Selbstbild von Personen systematisch mit Unterschieden in der Anwendung exekutiver Funktionen einhergehen. Abschließend werden die Implikationen dieser Befunde für die aktuelle (und zukünftige) Selbstforschung verdeutlicht. Die Arbeit demonstriert das Potential, das in der Konvergenz zweier – hier erstmals miteinander verbundener – Forschungsparadigmen liegt, nämlich der Forschung zu exekutiven Funktionen auf der einen Seite und der sozial-kognitiven Selbstkonzeptforschung auf der anderen Seite.



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