Dissertation: Russische Frauensprache - Feministisches Postulat oder Wirklichkeit?

Russische Frauensprache - Feministisches Postulat oder Wirklichkeit?

Empirische Untersuchung anhand russischer Talkshows

Ulmer Sprachstudien, Band 14

Hamburg 2005, 408 Seiten
ISBN 978-3-8300-1762-2 (Print & eBook)

Geschlechtsunterschied, Russisch, Sprachverhalten, Sprachwissenschaft, Talkshow, Umgangssprache

Zum Inhalt

Die vorliegende Monographie beschäftigt sich – im weiteren und im engeren Sinne – mit der Konstellation „Sprache und Geschlecht“ auf der Basis gesprochener russischen Texte.

Wie sprechen Frauen? und Wie sprechen Männer? Diesen hochaktuellen und in der linguistischen Forschung kontrovers diskutierten Fragen geht die Verfasserin in Rahmen einer breit angelegten empirischen Studie nach – nicht auf der Suche nach Merkmalen geschlechtsexklusiver Sprachen und Sprachmustern, sondern konsequent dem geschlechtspräferentiellen Sprachgebrauch verpflichtet.

Materialbasis dieser profunden, methodisch der Quantifizierung folgenden Untersuchung ist die Textsorte Fernsehtalkshow. 17 russische Talkshow-Sendungen wurden vollständig transkribiert und computerbasiert aufbereitet: 84586 Worteinheiten, die aus den Redebeiträgen von 109 weiblichen und 101 männlichen Sprechern stammen, bilden die Grundlage der Auswertung.

Die Studie beginnt mit einem Forschungsüberblick, in dem die wesentlichen Ansätze, Probleme, Ziele und Ergebnisse der bisherigen linguistischen Geschlechterforschung vorgestellt werden. Gefolgt wird dieser Fundus von äußerst präzisen Ausführungen zum medial inszenierten Ereignis Talkshow – sowohl unter entwicklungsgeschichtlichen Aspekten als auch definitorische bzw. genrekonstitutive Merkmale der Textsorte Talkshow betreffend. Der Hauptteil widmet sich natürlich der linguistischen Analyse des Korpus, der Diskussion der Ergebnisse und dem Nachweis der geschlechtsabhängigen Unterschiede, die sich in der bevorzugten Verwendung bestimmter sprachlicher Mittel bei männlichen und weiblichen Sprechern manifestieren.



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