Forschungsarbeit: Familientherapeutische Frühbehandlung des Drogenmissbrauchs

Familientherapeutische Frühbehandlung des Drogenmissbrauchs

Eine Studie zu Therapieeffekten und -prozessen

Forschungsergebnisse zur Suchtprävention, Band 2

Hamburg , 430 Seiten

ISBN 978-3-8300-1626-7 (Print)
ISBN 978-3-339-01626-3 (eBook)

Zum Inhalt

Die Studie ist die erste ihrer Art in Europa, was den Behandlungsansatz auf dem Gebiet der Sekundärprävention des Substanzkonsums betrifft. Sie evaluiert die „Eppendorfer Familientherapie“ als einen integrativen lösungsorientierten Ansatz zur abstinenzorientierten, nicht-substituierenden ambulanten Behandlung von drogenabhängigen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

In einem kombinierten Quer- und Längsschnitt-Vergleich werden 5 Zielkriterien untersucht: Suchtstatus, Familiendynamik, Störungs-Symptomatik, psychosoziale Integration und Therapiezufriedenheit. Über die jeweiligen Selbstschilderungen der Patienten und über Expertenbeurteilungen werden zu Therapieende individuelle Outcome-Quoten für die abhängigen Patienten, teilnehmenden Eltern und die Kontrollgruppe bestimmt. Die längerfristigen Auswirkungen werden in der Familientherapie-Stichprobe und der Kontrollgruppe durch Ein-Jahres- und Zwei-Jahres-Katamnesen überprüft (kontrastiert mit den Daten zweier Referenzgruppen: Familien mit gleichfalls abhängigem Jugendlichem vor Beginn einer Suchtbehandlung und Familien mit psychiatrisch unauffälligen Peers).

Die Resultate sind ermutigend: Die ambulante „Eppendorfer Familientherapie“ ist für drogenabhängige Jugendliche und junge Erwachsene ein Ausweg aus der Sucht und kann das „Abrutschen“ in eine schwere Drogenkarriere verhindern. Auch die teilnehmenden Familienangehörigen, insbesondere die Mütter, profitieren. Die Autoren diskutieren ihre Ergebnisse aus Forschungs- wie aus klinischer Perspektive. Über 200 Tabellen bieten Referenzdaten für weitere Forschung sowie für Evaluationen innerhalb des Drogenhilfesystems. Die Lesbarkeit des Textes wird durch ein Kapitel des Herausgebers gefördert, welches die Studie insgesamt zusammenfasst und diskutiert, wie auch dadurch, dass alle einzelnen Kapitel einführende Überblicke und Zusammenfassungen der Hauptergebnisse enthalten.

Für Interessenten aus: Psychiatrie, Psychotherapie, Klinische Psychologie, Familientherapie, Drogenhilfesystemen und Public Health.

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