Doktorarbeit: Ökonomische Bewertung von Flächennutzungskonkurrenzen in der nachhaltigen Stadt

Ökonomische Bewertung von Flächennutzungskonkurrenzen in der nachhaltigen Stadt

Theoretische Grundlagen und praktische Vorgehensweise

Studien zur Stadt- und Verkehrsplanung, Band 4

Hamburg , 456 Seiten

ISBN 978-3-8300-1401-0 (Print)

Zum Inhalt

Immer mehr Städte formulieren das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Sie versuchen dies durch entsprechende Ziele, Leitbilder und planungsrechtliche Instrumente zu verwirklichen. Die reale Siedlungsentwicklung zeigt aber, dass dieses Ziel bislang nicht erreicht wurde. In dieser Untersuchung wird nun ein ökonomisch-nachhaltiges Bewertungskonzept vorgestellt, welches dazu beiträgt, eine nachhaltigere Siedlungsentwicklung zu befördern.

Ausgangspunkt der Analyse sind zwei Annahmen: Erstens wird davon ausgegangen, dass der individuelle Umgang mit Fläche als zentraler Ansatzpunkt für eine nachhaltigere Siedlungsentwicklung anzusehen ist. Zweitens wird die derzeitige Entwicklung auf die inkorrekte Bewertung von Flächennutzungsalternativen zurückgeführt.

Das Kernproblem des planerischen Alltags liegt darin, zwischen sich wechselseitig ausschließenden Flächennutzungsansprüchen Entscheidungen treffen zu müssen. Dadurch sind die EntscheidungsträgerInnen gezwungen, über die relativen Vorzüge von Flächennutzungsalternativen nachzudenken. Aus ökonomischer Sicht ist nun die beste Strategie zur Lösung von Flächennutzungskonkurrenzen, die jeweiligen Alternativen monetär zu bewerten. Wie dies erfolgen kann, wird nicht nur detailliert beschrieben, sondern auch an Hand eines Beispiels praktisch demonstriert. Dabei beschränkt sich das hier gezeigte Bewertungskonzept nicht nur auf ökonomische Effizienzbetrachtungen, sondern es ist so konzipiert, dass den Bedingungen der Nachhaltigkeit explizit Rechnung getragen werden kann. Sozio-kulturelle und ökologische Aspekte sind somit ebenso Gegenstand der Analyse wie zeitliche und räumliche Reichweiten von Flächennutzungen.

Die Stärken dieses Konzeptes liegen darin, dass durch die explizite Monetarisierung von Gütern und Leistungen ein Beitrag zu größerer Transparenz planerischer Entscheidungen geleistet wird. Durch den Maßstab des Geldes wird gewährleistet, dass alle mit einer Flächennutzungsentscheidung verbundenen Konflikte an Hand eines gemeinsamen Kriteriums untereinander und gegeneinander abgewogen werden können. Gleichzeitig sind die EntscheidungsträgerInnen gezwungen, auch Natur und Soziales gleichberechtigt mit der Ökonomie zu behandeln.

Die Monetarisierung ökologischer und sozialer Aspekte ist sicherlich nicht unumstritten. Ihre Möglichkeiten sind aber ebenso zu nutzen, wie ihre Grenzen zu akzeptieren sind. Aber, ob es nun explizit formuliert oder implizit durch Öko-Punkte o.ä. ausgedrückt wird, immer werden bei Entscheidungen Gewichtungen vorgenommen. Deshalb erscheint es geboten, diese Gewichtungen in verständlichen und vergleichbaren Größen auszudrücken und damit die Entscheidungsgrundlagen zu offenbaren.

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