Dissertation: Der Einfluss der Schule auf das kindliche Wohlbefinden

Der Einfluss der Schule auf das kindliche Wohlbefinden

Zusammenhänge zwischen separierenden vs. integrativen Schulformen und Teilbereichen des subjektiven Wohlbefindens

Studien zur Schulpädagogik, Band 42

Hamburg , 344 Seiten

ISBN 978-3-8300-1372-3 (Print)

Zum Inhalt

In ihrer Vergleichsstudie „Der Einfluss der Schule auf das kindliche Wohlbefinden. Zusammenhänge zwischen separierenden vs. integrativen Schulformen und Teilbereichen des subjektiven Wohlbefindens“ untersucht die Autorin das Wohlbefinden von Kindern in separierenden und integrativen Schulformen in 16 Schulgemeinden der Schweiz. Die Interpretation der empirischen Daten sowie die Diskussion des Grads der Bestätigung bzw. der Verwerfung der Hypothesen erfolgen sowohl zahlenmäßig als auch verbal. Obwohl sich die Untersuchung auf die Schweiz bezieht, ist sie von allgemeinem Interesse.

Ausgangspunkt der empirischen Untersuchung sind die Theorien sozialer Vergleichsprozesse nach Festinger (1954) und der Bezugsgruppen nach Kelley (1968). Das Wohlbefinden wird in Ichstärke, Selbstwertgefühl und das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten differenziert, welches eng mit den Faktoren Selbstvertrauen, Leistungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Attraktion und Gesundheit zusammenhängt. Der Begriff des „Wohlbefindens“ bzw. der „Lebensqualität“ wird unter Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte diskutiert und beinhaltet Postulate in Richtung vermehrter Nicht-Direktivität und Berücksichtigung der Ganzheitlichkeit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Integration wird als eine Aufgabe, ein Prozess, eine immer wieder neu zu erschaffende Qualität und nicht als Zustand verstanden. Diesem Verständnis liegt ein Menschenbild zugrunde, das von der Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen ausgeht; es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichsten individuellen Möglichkeiten als gleichwertige Partnerinnen und Partner in das Beziehungsnetz der Klasse und der gesamten Schule aufzunehmen und (interdisziplinäres) Lernen im Dialog geschehen zu lassen, um das Recht auf Unterschiedlichkeit und zugleich das Miteinander des Verschiedenen im Alltag umsetzen und leben zu können.

Die Vergleichsstudie zeigt, dass die Kleinklasse für die Leistungsentwicklung im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden in der Kleinklasse durchaus förderlich ist, für die Entwicklung der sozialen Kompetenz und das allgemeine Wohlbefinden im Zusammenhang mit sozialen Situationen außerhalb der Schule jedoch die separierende Schulform nicht förderlich zu sein scheint.

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