Dissertation: Friedenssicherung - am Beispiel der Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK) -

Friedenssicherung - am Beispiel der Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK) -

Die Zivilverwaltung als neue Form der Friedenssicherung

Schriften zur internationalen Politik, Band 7

Hamburg , 408 Seiten

ISBN 978-3-8300-1280-1 (Print)

Zum Inhalt

In einer Zeit, da bewaffnete Konflikte die Nachrichten beherrschen, ist Friedenssicherung so aktuell wie nie zuvor. Lassen sich Kriege und Bürgerkriege von außen befrieden? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um demokratische Transformationsprozesse in die Wege zu leiten und nachhaltig zu verankern?

Kosovo 1999. Nach 12-wöchigen Luftangriffen der NATO lenkt die serbische Führung ein und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt seine bahnbrechende Resolution 1244. Damit wird erstmals neben einer multinationalen Friedenstruppe auch eine umfassende internationale Zivilverwaltung errichtet. UNMIK, die Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo, übernimmt zwischenzeitlich die Verwaltung des Territoriums: UNMIK ist für die Abfallentsorgung genauso verantwortlich wie für die Verabschiedung neuer Gesetze und den Aufbau demokratischer Institutionen.

Das Buch geht systematisch der Frage der Verallgemeinerungsfähigkeit dieser Fremdverbürgung einer neuen Ordnung durch die Vereinten Nationen nach. Im Zentrum steht die Darstellung und Analyse der Aufgaben, Ziele und Wirkungsweise der Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo, in einer bislang nicht erfolgten Ausführlichkeit und soliden Tiefe. Die Entstehungsgeschichte, Inhalt und Auslegung des Mandats der UNMIK werden aufgearbeitet und um eine gründliche wie sachkundige, persönliche Erfahrungen inkorporierende Darstellung des internen Aufbaus der UNMIK und die Mitverfolgung der Beziehungen zu anderen internationalen Donorzusammenschlüssen ergänzt. Vervollständigt wird die Analyse durch eine Ausdifferenzierung der Entwicklungsgenerationen sowohl des Konzepts der Friedenssicherung als auch des Treuhandgedankens der Vereinten Nationen. Nachdem die Autorin abschließend die Notwendigkeit eines solch umfassenden Ansatzes in bestimmten Konfliktsituationen, etwa dem zerfallenen Staat, belegt, formuliert sie, einer Modulsystematik folgend, Empfehlungen für künftige Einsätze. Das Buch besticht durch eine gelungene Symbiose von Theorie und Praxis, seine Aktualität und seine Bedeutung für andere Konfliktsituationen, sei es in Afghanistan, Irak oder Haiti.

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