Doktorarbeit: Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten in Deutschland

Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten in Deutschland

Gesellschaftsrechtliche Möglichkeiten und berufsrechtliche Grenzen

Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 56

Hamburg 2004, 500 Seiten
ISBN 978-3-8300-1235-1 (Print)

Rezensionen

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um eine der wenigen Dissertationen, die [...] auch für die Praxis von erheblichem Interesse ist. Solange die dargestellte Rechtslage noch nicht überholt ist, gibt das Werk wertvolle Hinweise zur interdisziplinären Zusammenarbeit auf dem Sektor der Rechtsberatung.

jurawelt.com, 05.03.2005

Die von Zimmer in Bochum betreute Arbeit ist die bis dato mit Abstand umfassendste Untersuchung zu den gesellschaftsrechtlichen Möglichkeiten und berufsrechtlichen Grenzen einer solchen interprofessionellen Zusammenarbeit - [...]
Eine interessante und detailreiche Studie [...]

Matthias Kilian, in:
Anwaltsblatt, AnwBl 10/2004

Berufsgesellschaften, Berufsordnung Rechtsanwälte, Berufsordnung Steuerberater, Berufsordnung Wirtschaftprüfer, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Mehrheitserfordernisse, Rechtswissenschaft, Sternsozietät

Zum Inhalt

Ist oder war es rechtlich in Deutschland möglich, daß Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte gemeinsam, in einer Gesellschaft für ihre Mandanten Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung erbringen?

Zunächst wird der Bedarf nach und die Zweckmäßigkeit von interdisziplinärer Zusammenarbeit von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten untersucht. In diesem Zusammenhang werden kurz die allgemeinen Berufspflichten von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten und etwaige Überschneidungen der Berufsfelder dargelegt. Anschließend erläutert die Verfasserin zwei praktische Beispiele für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der drei genannten Berufsgruppen, den Unternehmenskauf und die Insolvenzverwaltung. Die Verfasserin setzt sich im Rahmen des zweiten Beispiels mit der Entscheidung des Gesetzgebers auseinander, gemäß § 56 Abs. 1 InsO nur natürliche Personen zur Bestellung als Insolvenzverwalter zuzulassen.

Im zweiten Teil wird die historische Entwicklung der Berufe Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwalt angefangen von den historischen Anfängen dieser Berufe bis zur heutigen Zeit dargestellt. Insbesondere wird in diesem Teil die Entwicklung der rechtlichen Grundlagen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit dieser drei Berufsgruppen sowie der Einfluß der Rechtsprechung auf diese Entwicklung nachgezeichnet.

Schließlich untersucht Birgit Koch die gesellschaftsrechtlichen Möglichkeiten und berufsrechtlichen Grenzen einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten anhand der Rechtsformen der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, der Partnerschaftsgesellschaft, der Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Aktiengesellschaft. Schwerpunkt dieses Teils der Arbeit ist die Untersuchung der Verfassungsmäßigkeit des Verbots einer Sternsozietät für Rechtsanwälte sowie der Mehrheitserfordernisse hinsichtlich der Geschäftsanteile, Stimmrechte und Anzahl der Geschäftsführer in einer Berufsgesellschaft.



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