Doktorarbeit: Analyse der Printmedien-Berichterstattung und deren Einfluß auf die Bevölkerungsmeinung

Analyse der Printmedien-Berichterstattung und deren Einfluß auf die Bevölkerungsmeinung

Eine Fallstudie über die Rinderkrankheit BSE 1990-2001

Schriften zur Medienwissenschaft, Band 3

Hamburg , 308 Seiten

ISBN 978-3-8300-1069-2 (Print)

Zum Inhalt

Die Rinderkrankheit BSE beschäftigt nunmehr seit über 15 Jahren Politiker, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Aber nicht das Mitleid mit den Tieren sorgte primär bei der Bevölkerung für ein großes Interesse an BSE, sondern die hohe Unsicherheit, inwieweit BSE die eigene Gesundheit gefährdet bzw. zum Tode führen kann, was spätestens seit der öffentlichen Bekanntgabe, dass der Konsum von Fleisch BSE-infizierter Rinder als mögliche Ursache für die auftretenden Fälle der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit nicht mehr ausgeschlossen werden kann, zum schlagartigen Sinken des Rindfleischkonsums führte. Noch heftiger waren, nachdem sich die Situation vorübergehend beruhigt hatte, die Reaktionen auf die Nachricht des ersten heimischen BSE-Falls in Deutschland, über den die Massenmedien in einer bisher unbekannten Intensität berichteten.

Die Medienberichterstattung nimmt hierbei einen besonderen Stellenwert ein, da die Mehrheit der Bevölkerung Informationen über Lebensmittel-skandale oder sonstige öffentliche Skandale hauptsächlich durch die Massenmedien erfährt.
Weder die Vorgänge von Skandalen selbst, noch deren Folgen sind in der Regel unmittelbar fassbar. Persönliche Erfahrungen können häufig zu einem Thema nicht gesammelt werden. Es sind also nicht die Ereignisse selbst, die zu einem Skandal führen, sondern die Tatsache, dass die mediale Berichterstattung einen massiven Einfluss auf die Bevölkerung und deren Vorstellung zu einem bestimmten Thema ausübt.

Die vorliegende Arbeit leistet nun auf Basis der Printmedien-Berichterstattung einen Beitrag dazu, die Kommunikationsinhalte sowie die Art der Verbreitung bzw. Aufmachung dieser Kommunikationsinhalte in der BSE-Thematik näher zu analysieren. Die Grundlage für die Analysen bildete das Forschungsvorhaben der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Public perceptions of BSE and CJD risk in Europe, their interplay with media, policy initiatives and surveillance issues. Drawing lessons for information policy“, welches in Großbritannien, Deutschland, Italien und Finnland durchgeführt wurde. Darüber hinaus werden unabhängig von dem EU/WHO-Projekt Auswirkungen auf die Bevölkerungsmeinung untersucht, um die Wechselwirkung mit den Medien bei dem Thema BSE besser zu verstehen.

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