Dissertation: Regionalismus in der Weltwirtschaft

Regionalismus in der Weltwirtschaft

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 85

Hamburg 2003, 320 Seiten
ISBN 978-3-8300-0985-6 (Print)

Freihandelszone, Globalisierung, Integrationstheorie, Polit-Ökonomik, Volkswirtschaftslehre, Welthandelssystem, Wettbewerbspolitik, WTO

Zum Inhalt

Regionalismus ist eines der dominierenden Themen der Weltwirtschaft sowohl der 1990er Jahren als auch von heute. Die EU erweitert und vertieft sich, in Asien haben die ASEAN-Länder beschlossen, sich zu einer Freihandelszone (AFTA) zu integrieren und in Nord- und Südamerika wird eine Freihandelszone, die beide Kontinente umfasst, geplant.

Im Rahmen einer ökonomischen und polit-ökonomischen Analyse untersucht die Arbeit, inwiefern Regionalismus das Erreichen einer offenen Weltwirtschaft fördert oder behindert. Die internationale Offenheit von Märkten bezieht sich dabei neben den traditionellen handelspolitischen Aspekten auch auf wettbewerbspolitische Aspekte, die zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind. Nicht wettbewerbskonformes Verhalten behindert immer häufiger den internationalen Marktzugang.

Die Arbeit zeichnet sich durch ihre umfassende Vorangehensweise aus. Die vielen Wirkungen von Regionalismus sowie die diversen denkbaren Lösungsansatzpunkte bzgl. der Behinderung einer offenen Weltwirtschaft werden von diversen Seiten beleuchtet. So werden die auf Regionalismus und dessen Folgen einwirkenden Aspekte des Globalisierungsprozesses sowie die polit-ökonomischen Kräfte in ihrem Einfluss auf die Regionalismuswirkungen dargestellt und diskutiert. Die explizite Einbeziehung der wettbewerbspolitischen Konsequenzen, die im Zusammenhang mit Regionalismus stehen, ist eine interessante, aktuelle und wichtige Erweiterung der herkömmlichen Analyse der Wirkungen von Regionalismus.

Dementsprechend findet sich bei den Lösungsansätzen neben der Stärkung des multilateralen Welthandelssystems auch die Diskussion um eine internationale Wettbewerbspolitik. Dabei geht es darum, dass eine internationale Wettbewerbspolitik am ehesten die grenzüberschreitend wirkenden, im wettbewerbspolitischen Bereich liegenden Folgen von Regionalismus kontrollieren kann. Neben diesen beiden Ansätzen, die auf eine Veränderung des weltwirtschaftlichen Umfeldes von Regionalismus abstellen, wird ergänzend die Möglichkeit, die Natur des Regionalismus zu verändern, diskutiert. Dabei geht es um die internationalen Regelungen zum Regionalismus sowie die alternativen Integrationsstrategien, die Integrationsräume verfolgen können. Abschließend wird eine neue Art des Regionalismus, wie er bspw. von APEC verfolgt wird, präsentiert: Der vieldiskutierte und populäre „offene Regionalismus“.

Die Arbeit bietet eine ausführliche Analyse zum Thema Regionalismus in der Weltwirtschaft.



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