Dissertation: Treuhandmodelle für das Versicherungswesen

Treuhandmodelle für das Versicherungswesen

Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 44

Hamburg , 178 Seiten

ISBN 978-3-8300-0971-9 (Print)

Zum Inhalt

„Treuhandmodelle für das Versicherungsrecht“ beschäftigt sich mit den Vertragsbeziehungen im Versicherungsverhältnis. Ausgehend von den Interessen und tatsächlich erbrachten Leistungen der Parteien wird begründet, warum die in § 1 Versicherungsvertragsgesetz enthaltene Definition des Versicherungsvertrages lediglich einen Teil der Versicherungsverhältnisse zutreffend erfassen kann. Für den weitaus größten Teil, die sogenannten Massenversicherungen, führt das durch § 1 Versicherungsvertragsgesetz vorgegebene Verständnis der Leistungsbeziehungen als Risikoübernahme gegen Prämienzahlung jedoch zu einer Vielzahl von Interessenskonflikten zwischen den Vertragsparteien. Es werden daher alternative Organisationsmodelle entwickelt, die diese Nachteile vermeiden. Beide denkbaren Formen der Durchführung des Schadensausgleiches im Kollektiv der Versicherungsnehmer, die Eigenorganisation durch einen Versicherungsverein und die Fremdorganisation durch eine Versicherungstreuhand werden vorgestellt und nach institutionenökonomischen Geschichtspunkten auf ihre Effizienz hin überprüft. Aus praktischer Sicht bestehende Schwachstellen werden durch rechtsvergleichende Anleihen beim angloamerikanischen Trust beseitigt. Die Arbeit enthält eine Reihe neuer Ansätze zur Lösung der Interessenskonflikte in den Versicherungsverhältnissen einer Massenversicherung. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Einzel- und Massenversicherung grundsätzlich auf unterschiedlichen wirtschaftlichen Prozessen beruhen und daher auch rechtlich unterschiedlich zu behandeln sind. Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten für die sich daraus ergebenden Probleme, werden sowohl die Institutionenökonomik als auch rechtsvergleichende Analysen eingesetzt. Hervorzuheben sind hier insbesondere die kenntnisreichen und detaillierten Ausführungen zum angloamerikanischen „Trust“, die für sich bereits eine Lektüre für jeden rechtsvergleichend Forschende empfehlenswert machen.

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